Jahrzehntelang konnten Anleger mit Anleihen attraktive Erträge erzielen. Diese Zeiten sind vorbei – und sie kommen so schnell nicht wieder, sagen Experten der Kölner Dachfondsanbieters Sauren. In den nächsten zehn Jahren werden Anleger mit Anleihen nominal kein Geld erdienen, warnen sie. Bezieht man die Inflation mit ein, sieht es noch düsterer aus. Die Teuerung muss nicht einmal steigen. Schon wenn sie auf dem aktuellen Niveau bleibt, werden Rentenanleger in den kommenden Jahren an Kaufkraft verlieren. Die Umlaufrendite genügt nicht mehr, um die Inflation auszugleichen.

Es gibt keinen Ausweg aus dieser Situation. Kauft man Anleihen mit längerer Restlaufzeit, macht man Verluste, sobald die Kapitalmarktzinsen steigen. Ein Zinsanstieg um einen Prozentpunkt würde für eine Bundesanleihe mit einer Restlaufzeit von vier einen Kursverlust von rund vier Prozent nach sich ziehen. Bei einer Bundesanleihe mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren läge der Verlust schon bei mehr als neun Prozent. Auch Staatsanleihen mit niedriger Bonität sind riskant. Das zeigte sich etwa nach dem Schuldenschnitt in Griechenland im Frühjahr 2012.

Firmen-Bonds sind auch keine Lösung
Viele Anleger haben in den vergangenen Jahren zu Unternehmensanleihen gegriffen. Auch dort hat sich das Rendite-Risiko-Verhältnis allerdings mit sinkendem Zinsniveau deutlich verschlechtert. Nach Abzug der Kosten wird sich in den kommenden Jahren mit den Papieren wohl kein Geld verdienen lassen. Investoren, die in Schuldtitel von Unternehmen investiert haben, sollten sich mit den aktuellen Marktbedingungen auseinandersetzen und gegebenenfalls ihre Portfoliopositionierung überdenken, raten die Sauren-Spezialisten. (fb)