Die globale Finanzkrise hat weltweit immense Vermögen vernichtet und das Leben vieler Finanzberater deutlich erschwert, nachdem die Performance vieler Produkte schwach bis negativ war und etliche Verkaufsargumente an Aussagekraft eingebüßt haben. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer, respektive Finanzprodukte, welche sich in Zeiten der Vertrauenskrise bewähren, meint Sebastian Weißschnur, Referent des Vorstandes bei der FinanzNet Holding AG. Er hat sich im Zuge seiner Diplomarbeit, die seit kurzem im Handel ist (Titel: Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise: Innovative und nachfrageadäquate Produktansätze), ausgiebig mit dem Thema auseinander gesetzt. Im Klappentext dieser heißt es dazu wie folgt:

Im Jahre 2007 erlebte die Weltbevölkerung den Beginn einer Finanz- und Wirtschaftskrise, wie es sie seit 1929 nicht mehr gegeben hatte. Erste deutsche Opfer einer regionalen Subprime-Krise in den USA wurden Finanzinstitutionen wie die IKB und die Sachsen LB. Die Situation verschärfte die bereits vorhandene Kreditklemme, die aufgrund der Basel-II-Kriterien durch höhere Eigenkapitalerfordernisse bereits verbreitet war.

Neben den Kreditinstituten waren jedoch auch Privatanleger unmittelbar betroffen. Als prominentes Beispiel ist die Investmentbank Lehman Brothers (USA) zu nennen, an der unzählige Privatanleger über Zertifikate beteiligt waren. Mit der Anmeldung der Insolvenz am 15. September 2008 bescherte Lehman Brothers sowohl Privatanlegern, als auch seinen institutionellen Shareholdern schwere Verluste. In der Folge entstanden bei mehreren großen deutschen Banken starke Liquiditätsengpässe, sodass die Bundesbank einen großen Knall für das deutsche Bankwesen fürchtete.

Um zu verhindern, dass die Mehrheit der deutschen Sparer ihre Sichteinlagen abräumt, versuchte die deutsche Bundesregierung Ruhe in diese ökonomisch gefährliche Situation zu bringen. Dennoch ist das Vertrauen der deutschen Sparer in die Kompetenz der Geschäftsbanken deutlich gesunken. Dieser Imageverlust ist gleichermaßen auf viele Anlageprodukte übertragbar. Gleichzeitig erhalten kleine und mittelständische Unternehmen nur noch sehr begrenzt Bankkredite. Aus diesem Grund skizziert das vorliegende Buch mögliche Finanzprodukt-Lösungen, die der Nachfrage der deutschen Sparer und Unternehmer weitgehend entsprechen.

Das Ziel dieses Werkes besteht darin, die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Rolle der Banken innerhalb der Krise als situativen Hintergrund der Arbeit zu beleuchten. Weiterhin werden krisenbedingte Wirkungen auf bestehende Finanzprodukte beschrieben und zielgruppenorientierte Produkteigenschaften ermittelt. Schließlich soll die Bedeutung von Innovationen skizziert werden. Die ermittelten Produkteigenschaften werden auf praktische Beispiele transferiert, die anschließend einer kritischen Bewertung unterzogen werden.“

Hintergrundinfos zur Person
Sebastian Weißschnur wurde 1979 in Hamburg geboren. Nach seinem Abitur am Internatsgymnasium Schloss Plön machte er ein Traineeships bei der größten deutschen Vertriebsorganisation mit Sitz in Frankfurt/Main, wo er 2003 zum Regionalgeschäftsstellenleiter ernannt wurde. Weitere berufliche Erfahrung sammelte er später zudem in Köln als Privat- und Firmenkundenberater sowie als Ausbilder der Industrie- und Handelskammer. Im Jahre 2009 heuerte Weißschnur schließlich als Referent des Vorstandes bei seinem aktuellen Arbeitgeber der FinanzNet Holding AG an.

Seine fachliche Basis festigte Weißschnur, durch Abschlüsse als "Versicherungsfachwirt (IHK)" mit dem Schwerpunkt "Marketing/Vertrieb", den "Fachwirt für Finanzberatung (IHK)" mit dem Wahlfach "Geschlossene Fonds" und den "Masterconsultant in Finance MFC (IOFC)". Ende 2011 schloss er zudem sein berufsbegleitendes Studium zum „Diplom-Kaufmann (FH)“ mit Schwerpunkt Marketing und Logistik ab. (ir)

Diplomica Verlag GmbH
ISBN: 978-3-8428-7336-0
Paperback, 124 Seiten
Erscheinungsjahr 2012