Für die Umsetzung der Strategie ihres vermögensverwaltenden Mischfonds Apano HI Strategie 1 setzen die Experten der Apano GmbH unter anderem auf die Ergebnisse des hauseigenen Apano-Stimmungsindex. Mit diesem Barometer versuchen die Dortmunder täglich die global vorherrschende Marktstimmung zu identifizieren, um mit dem eigenen Fonds von der aktuellen Verfassung der Märkte zu profitieren. (Zur Strategie des Apano HI Strategie 1 siehe unser Interview mit Apano-Mitgründer Markus Sievers)

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Die Basis dieses Stimmungsindex bildet dabei die tägliche Messung von insgesamt zwölf Schlüsselmärkten, im apano-Sprachgebrauch als "Leitwölfe" bezeichnet. Unterschieden wird dabei nach acht Risk-On- und vier  Risk-Off–Leitwölfen. "Risk-on-Leitwölfe" sind zum Beispiel der Kupfermarkt oder auch spanische und italienische Staatsanleihen sowie die großen internationalen Aktienindizes wie S&P-500, Hang Seng, Nikkei oder Dax-Index. Als "Risk-Off-Leitwölfe" gelten das Verhältnis Euro zum Dollar, amerikanische Staatsanleihen und der Goldpreis. Das aktuelle Stimungslage beschreibt Fondsmanager Martin Garske so:

Rückblick: Seit dem 29. Mai befindet sich der Apano Stimmungsindex im neutralen Bereich. Zu Beginn des Monats belastete insbesondere die negative Stimmung an den Anleihemärkten Südeuropas und der Emerging Markets. Hinzu gesellten sich hartnäckig schwache Kurse bei den Industriemetallen. Nervös präsentierten sich Europas Aktienmärkte, weil Griechenland und seine Geldgeber keinen Konsens fanden. Im weiteren Monatsverlauf gerieten zunehmend auch Aktien der Emerging Markets, angeführt von der bis dahin haussierenden Börse in Shanghai, unter Druck. Bereits seit Mitte Mai pendelt der amerikanische S&P500 zwischen 2.080 und 2.125 Punkten knapp aber lustlos unter seinem Allzeithoch. Auffallend ist die extrem niedrige Volatilität des VIX – absolut aber auch relativ im direkten Vergleich mit dem deutschen Volatilitätsindex VDAX.

Märkte aktuell: Heute früh zeigte der japanische Aktienmarkt  Nerven, dennoch macht er unter den etablierten Märkten weiterhin den besten Eindruck. Gleichwohl hat der Rückgang um mehr als zwei Prozent im Stimmungsindex zu einem Punkteabzug des Stimmungsbarometers geführt. Am positiven Ende des Apano Stimmungsindex rangieren derzeit die beiden Risk-off-Parameter deutsche und US-Staatsanleihen. Beide haben sich von ihrem schweren Kurseinbruch, der in zwei Wellen von Mitte April bis Mitte Juni stattfand, inzwischen soweit erholt, dass ein vor wenigen Tagen noch in der öffentlichen Diskussion stehender drohender Rentencrash derzeit gebannt erscheint. Jedoch ist trotz der Zuspitzung der Ereignisse um Griechenland keine Kaufhysterie erkennbar, die als Panik gedeutet werden könnte. Auffallend ist, dass sich die südeuropäischen Staatsanleihen heute erneut deutlich abschwächen. Die Nervosität im DAX, gemessen an der Volatilität, erreicht heute ein Jahreshoch. Der heutige Kurseinbruch an Europas Börsen führt zu einem deutlichen Punktabzug unseres Risk-on-Stimmungsparameters Euro-Stoxx-50. Der US-Dollar rangiert heute wie bereits seit einigen Tagen in einem ausgewogenen Wechselkursverhältnis zum Euro, was wir mit voller Punktzahl positiv bewerten. Last but not least wird Gold weiterhin kaum gesucht, also auch von dieser Seite kein Zeichen von erhöhter Unruhe.

Fazit: Die Märkte zeigen sich heute nervös, aber nicht panisch. Wir interpretieren den neutralen Zustand des Apano-Stimmungsindex als Empfehlung, das Portfolio derzeit defensiv zu führen, anders gesagt, Netto-Positionierungen auf steigende oder fallende Aktienkurse gering zu halten. (hh)

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