Diamanten legten im vergangenen Jahr mit einem Plus von 26 Prozent eine sechs Mal höhere Wertsteigerung hin als Gold. Nun besagt eine neue Studie dass die Preise für Diamanten weiter ansteigen werden.

Die weltweite Nachfrage nach Diamanten wird sich bis 2020 verdoppeln. Dies bedeutet einen jährlichen Anstieg der Nachfrage um etwa sechs Prozent. Im Vergleich dazu wird das Angebot lediglich um 2,8 Prozent pro Jahr steigen, was zu einer Knappheit führt, die auch die Preise weiter ansteigen lässt. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Kanzlei Bain & Company für das Antwerpener Welt-Diamanten-Zentrum (AWDC) hervor. Der Preisanstieg könnte noch dadurch verstärkt werden, dass Edelsteine als Vermögensanlage an Bedeutung gewinnen könnten.

Die Nachfrage nach Diamanten als Schmuckstücke und Luxusgüter werde vor allem aus Indien und China kommen, wo die Mittelschicht bis 2020 deutlich anwachsen werde, heißt es in der Studie. Absatzmarkt Nummer eins würden vorerst aber die USA bleiben. Im Jahr 2020 würden die Marktanteile für Indien und China bei rund 30 Prozent liegen und damit in etwa gleichauf mit den USA.

Für Investment fehlt Diamant Schutzfunktion
Experten raten davon ab direkt in Diamanten zu investieren. Zu sehr ist der Preis vor allem von der konjunkturellen Entwicklung abhängig, die ihrerseits die Wohlstandsnachfrage bestimmt. Auch der Umstand, dass es schwierig ist Diamanten zu verkaufen, außer vielleicht beim Juwelier, spricht gegen eine Schutzfunktion, wie sie zum Beispiel Gold aufweist. Daher bleiben die Faktoren für die Preisbestimmung undurchsichtig, was wiederum gegen die Schutzfunktion spricht.
Falls man in Diamanten investieren will so sollte man das allenfalls in einem Fonds tun. Wie zum Beispiel über den börsenotierten Diamond Circle Capital (ISIN: IM00B1Y64R53). Allerdings ist dessen Performance auch eher dürftig. So konnte der Fonds in seiner Dreijahresperformance keinen Kursgewinn erzielen. (cs)