Social-Media-Instrumente wie Blogs, Foren, Networks und RSS werden bislang nur von 50 Prozent der Finanzexperten beruflich genutzt. Das ist das zentrale Ergebnis der jährlichen Medien- und Markenstudie der Kommunikationsagentur HBS. Dabei fällt auf, dass gerade jene Berufsgruppen, denen ein hohes Maß an sozialer Interaktion zugesprochen wird, die beruflichen Möglichkeiten von Social Media und Social Networks unterdurchschnittlich: Während mehr als 70 Prozent der Unternehmen und Stiftungen darauf zurückgreifen, sind es bei den unabhängigen Finanzberatern lediglich 39 Prozent.

Online gewinnt weiter an Bedeutung
Befragt wurden die Finanzprofis auch zu ihren Präferenzen von Print- und Onlinemedien. Die Studienergebnisse aus der HBS Medien- und Markenstudie der letzten fünf Jahre belegen einen kontinuierlichen Trend zugunsten von Online. Zwar generieren Finanzdienstleister und institutionelle Investoren ihre Informationen bei den Fachmagazinen immer noch zu 50 Prozent aus den Printausgaben. Allerdings wechseln jährlich immer mehr Leser zur Onlineausgabe oder nutzen beides (ca. 35 Prozent). Bei Tageszeitungen tritt der Trend noch stärker zu Tage – hier lesen rund 50 Prozent der Finanzakteure sowohl die Print- als auch die Onlineausgaben. 20 Prozent der Befragten informieren sich bereits ausschließlich online.
 
Über die Studie
Die Medien- und Markenstudie wurde 2012 bereits zum elften Mal veröffentlicht, mit der Unterstützung der SMF Schleus Marktforschung wurden 930 Finanzdienstleister und institutionelle Investoren in Deutschland befragt. Die Umfragteilnehmer sind in insgesamt neun Berufsgruppen eingeteilt: Finanzberater (Bankberater und unabhängige Finanzberater), Dachfondsmanager und institutionelle Investoren (Depot-A-Manager, Family Offices, Versicherungen, VAG-Investoren, Corporates und Stiftungen). (dw)