Sollten Arbeitnehmer bis zum Alter von 70 Jahren im Beruf bleiben, würde das die Rentenlücke zwar verkleinern, aber nicht schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Fondsanbieters Fidelity.

So fehlen einem heute 42-jährigen Facharbeiter, der mit 67 Jahren in Rente geht, im Alter knapp 840 Euro pro Monat, wenn er sich auf die gesetzliche Rente verlässt. Prolongiert er und arbeitet bis zum Alter von 70 Jahren, fehlen ihm immer noch rund 590 Euro.

Die Rente mit 70 ist dementsprechend keine Lösung, sagt Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity. "An zusätzlicher privater und betrieblicher Vorsorge führt kein Weg vorbei." Leisten fordert die Politik dazu auf, die Bürger durch finanzielle und steuerliche Anreize endlich stärker zur privaten Vorsorge zu animieren. Nach aktuellem Stand lässt sich der Lebensstandard im Alter jedenfalls ohne zusätzliche Vorsorge nicht halten. (fp)