Dies ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2012“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Neben der betrieblichen Altersversorgung gewinnt auch die betriebliche Krankenversicherung in letzter Zeit an Bedeutung. Dabei investieren Arbeitgeber in die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer mittels Krankenzusatzversicherungen. Die Kosten sowie die Leistungen sind für alle Mitarbeiter gleich - unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Im Gruppentarif ist die Krankenzusatzversicherung meist auch günstiger.

Trotz der zunehmenden Bedeutung der bKV sind von den Unternehmen, die sie nicht einsetzen nur fünf Prozent willens das Produkt in den nächsten 24 Monaten einzuführen. Grundsätzlich wird die betriebliche Krankenversicherung von vielen Unternehmen (42 Prozent) als attraktive Arbeitgeberleistung angesehen. 37 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sogar, dass sich durch die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung die Zufriedenheit und die Bindung der Mitarbeiter erhöhen.

Ansteigender Produktbesitz bei den Gewerbekunden
Im Vergleich zu den Vorjahren hat der Besitz an unterschiedlichen Versicherungen bei den Gewerbekunden deutlich zugenommen. Im Schnitt besitzen die befragten Unternehmen 7,3 Produkte, im Vergleich zum Vorjahr waren es nur 7,1. Die größten Zugewinne fallen auf die Sparten Vermögensschaden-Haftpflicht und Rechtsschutz (jeweils +3 Prozentpunkte), sowie Elektronik und Betriebsunterbrechung (jeweils +2 Prozentpunkte). Schaut man auf die langfristige Produktentwicklung seit 2004, ragen insbesondere Sach-Inhalt- (von 76 auf 84 Prozent), Betriebsunterbrechungs- (von 46 auf 53 Prozent), Maschinen- (von 32 auf 38 Prozent) sowie Transportversicherungen (von 13 auf 17 Prozent) heraus. Neben dem Produktbesitz gibt der Gewerbekundenmonitor Assekuranz ebenfalls Einblick in die Marktanteile der unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften.

Makler mit höchster genereller Akzeptanz
Die Beurteilung der Vermittler seitens der Gewerbekunden hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Zwar liegt in der allgemeinen Betrachtung der Vertriebswege – also inklusive der Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren keine neue Versicherung abgeschlossen haben – der Ausschließlichkeitsvertrieb weiterhin mit 49 Prozent an erster Stelle, der Makler als grundsätzlicher Vertriebskanal holt jedoch weiter auf und erreicht mit 46 Prozent den höchsten Wert seit Beginn der Untersuchungsreihe im Jahr 2004. In Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern liegt der Makler ohnehin schon länger auf Platz eins der Vertriebswege. Ferner liefert die Studie wichtige Erkenntnisse zu den Kundenanforderungen an die Vermittler.

Zur Studie.
Für die Studie von YouGov wurden vom 20.06. bis 30.06.2012 insgesamt 1.802 Personen, die mit Versicherungsangelegenheiten ihres Unternehmens (bis zu 100 Mitarbeiter) betraut sind, in 20-minütigen Telefoninterviews (CATI) befragt. (jb)