Immer mehr Anleger in Deutschland erkennen die Renditevorteile von Investmentfonds für die Altersvorsorge. Knapp zwei Drittel gehen davon aus, dass sie bei gleichem finanziellen Einsatz mit Investmentfonds im Alter mehr Geld in der Tasche haben als mit privaten Versicherungslösungen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment. Dabei scheint die Riester-Rente häufig nicht in Verbindung mit Fondslösungen gebracht zu werden. Ein Drittel der Deutschen ist nämlich gleichzeitig der Ansicht, dass sich die Riester-Rente nicht lohnt.

Mangelndes Vertrauen ist für knapp ein Viertel der Befragten der Grund dafür, keinen Riester-Vertrag abzuschließen. Nur 16 Prozent finden die Riester-Rente überhaupt nicht nötig. "Riester-Rente ist nicht gleich Riester-Rente", betont Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Neben der Riester-Versicherung gibt es Riester-Banksparpläne, Wohnriester und fondsgebundene Riester-Produkte. "Anleger sollten sich nicht für irgendeine Riester-Lösung entscheiden, sondern für die, die zu ihrer aktuellen Lebenssituation passt und für sie attraktiv ist", sagt Erling. Riester-Fondslösungen bieten dem Anlageexperten auf lange Sicht die besten Renditechancen, weil sie verstärkt Aktienfonds einsetzen.

Anleger greifen verstärkt zu privater Altersvorsorge
Zweifel haben die Deutschen nach wie vor daran, ob sie mit der gesetzlichen Rente im Alter auskommen werden. Jeder zweite Befragte ist davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird, um den aktuellen Lebensstandard im Alter halten zu können. Gut ein Viertel hat Angst, im Alter überhaupt nicht genügend Geld zur Verfügung zu haben. Entsprechend gefragt ist daher die private Altersvorsorge. Um den Lebensabend ohne finanzielle Engpässe genießen zu können, sorgen Anleger verstärkt privat vor. Während im vergangenen Quartal knapp drei Viertel der Sparer (72 Prozent) über eine private Vorsorgelösung verfügten, sind es aktuell bereits 79 Prozent. (fp)