Die "Fondsfrauen" feiern Geburtstag. Vor einem Jahr kam Anne E. Connelly auf die Idee, ein Karrierenetzwerk für Frauen in der Fondsbranche zu gründen. Sie selbst war zwei Jahrzehnte in Top-Management- und Vertriebspositionen bei Pioneer und Morningstar tätig. Daher kennt sie die Situation von Frauen im Asset Management aus eigener Erfahrung. Die Finanzjournalistin Anke Dembowski war sofort von der Idee begeistert. Dritte im Gründungsteam ist Manuela Fröhlich. Sie ist seit 25 Jahren in der internationalen Banken- und Investmentfondswelt in Führungspositionen erfolgreich.

Ihren Launch hatten die Fondsfrauen auf dem FONDS professionell KONGRESS 2015. Zwölf Monate später zählt das Netzwerk bereits 700 Mitglieder – darunter auch einige Männer. "Unser Ziel ist es, Frauen darin zu unterstützen, Karriere zu machen", erklärt Connelly. Diese Unterstützung können Frauen, die im Asset Management tätig sind, auch gut gebrauchen. Das zeigen zwei Studien, die das Netzwerk erstellt hat.

Bestandsaufnahme als Ansporn
Das ernüchternde Ergebnis der "Fondsmanagerinnen-Studie 2015": Die 661 deutschen Fonds, die in der Bundesrepublik zum Vertrieb zugelassen sind, werden nur von wenigen Frauen gemanagt. Die Quote liegt bei gerade einmal 6,6 Prozent. Und eine Untersuchung der Fondsfrauen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zeigt: Zwar sind 41 Prozent der Mitarbeiter im Asset Management weiblich. In jenen Bereichen aber, die als besonders prestige- und karriereträchtig gelten, dominieren nach wie vor Männer.

Im Video-Interview ziehen die drei Fondsfrauen-Gründerinnen eine Bilanz des ersten Jahres und berichten über ihren Gipfel, der am Vortag des FONDS professionell KONGRESSES in Mannheim stattgefunden hat. Außerdem verraten sie, was für die nahe Zukunft so alles geplant ist. (am)