1.300 Milliarden Euro ist das Volumen jener europäischen Anleihen, die bislang als risikofrei angesehen wurden und nun durch den Präzedenzfall der Abwicklung der Hypo-Alpe-Adria-Bad-Bank Heta Asset Resolution mit einer Gefahrenwarnung versehen werden müssten.

Bis zu diesem Jahr wurden in den meisten europäischen Ländern keine Zahlen zu Ausfallbürgschaften bekannt gegeben. Das hat es unter anderem auch Griechenland ermöglicht, die tatsächliche Verschuldung zu verbergen und 2001 Mitglied der Eurozone zu werden. Dank der neuen Regeln des Europäischen Rats wurden im vergangenen Monat erstmals Daten für das Jahr 2013 veröffentlicht. Daraus ist ersichtlich, dass sich die Staatsgarantien auf etwa 1,3 Billionen Euro summierten.

Österreich ist bekanntlich das erste Land, das mit der Heta eine Bank nach den neuen Regeln der Europäischen Union für den Umgang mit in Schieflage geratenen Instituten abwickelt. Erst im vergangenen Jahr hatte die Regierung in Wien die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, nachrangige Anleihen des Heta-Vorgängers Hypo Alpe-Adria abzuschreiben. Die Regierung weigert sich auch, für die Bürgschaften Kärntens für vorrangige Anleihen von Heta gerade zu stehen. Für die Anleihegläubiger besteht dadurch die Gefahr, Verluste von mehr als 40 Prozent hinnehmen zu müssen, heißt es in einem Bloomberg-Bericht.