Ein Streit zwischen der Volksbank Raiffeisenbank (VR Bank) Nürnberg und der Verbraucherzentrale Bundesverband über die geplante Kündigung von rund 500 hochverzinsten Sparverträge endet mit einem Erfolg für die Kunden. Die Bank hat vergangene Woche erklärt, dass sie zuvor ausgesprochene Kündigungen der Sparpläne zurücknimmt.  Dem bei der Verbraucherzentrale angesiedelten Finanzmarktwächter liegen nach eigenen Angaben auch Schreiben der Bank an die Sparkunden vor, die das bestätigen.

Konkret ging es den "VR Sparplan 3+" und den "VR Sparplan 4+", die eine Verzinsung der Guthaben von mindestens drei sowie mindestens vier Prozent pro Jahr vorsehen. In Zeiten niedriger Zinsen ist das eine mehr als attraktive Rendite. Die VR Bank hatte die Verträge einst damit beworben, dass Kunden die "garantierte Verzinsung bis zu 25 Jahre lang nutzen" könnten. Sie rechnete zudem vor, wie sich das Vermögen binnen 25 Jahren bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro entwickeln würde. Auch in den Sparverträgen selbst ist die letzte Ratenzahlung nach 25 Jahren vorgesehen.

Die Verbraucherschützer schreiben in einer Pressemitteilung, dass sie die Bank erneut auffordern werden, eine Unterlassungserklärung abzugeben, um eine Wiederholungsgefahr der Kündigungen auszuschließen und Rechtssicherheit für die Verbraucher herzustellen. Andernfalls wollen sie Klage erheben. (jb)