Die Zurich Versicherung hat einen Beratungsprozess für die Sachbereiche Arbeitskraftsicherung und Existenzschutz entwickelt, der zudem das Testat der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Wirth erhalten hat. Der "Beratungsnavigator" soll in wenigen Schritten den Kundenbedarf analysieren, eine konkrete Produktempfehlung abgegeben und die Entscheidung dokumentieren, wie der Versicherer in einer Pressemitteilung schreibt.

Mit diesem – gedruckten – Leitfaden für Vermittler kommt die Zurich einem dringenden Bedürfnis der Branche nach. Denn immer noch verzichten viele Vermittler bzw. Makler auf einen struktrierten Prozess in der Beratung, obwohl die Befolgung eines solchen sowohl aus juristischen wie auch wirtschaftlichen Gründen wichtig ist. Aus diesem Grund widmen sich auch Brancheninitiativen wie der Arbeitskreis Beratungsprozesse diesem Thema (Lesen Sie dazu auch den Artikel "Besser beraten" in der Ausgabe 3/2014 von FONDS professionell; Anmeldung erforderlich).

Unabhängiger, produkt- und anbieterneutraler Prozess
Mithilfe des Beratungsnavigators werde im Beratungsgespräch der Bedarf des Kunden analysiert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Berufsunfähigkeitsschutz werde zur Arbeitskraftsicherung bevorzugt beraten. Je nach Bedarfssituation des Kunden werden Alternativen aufgezeigt, beispielsweise Erwerbsunfähigkeitsabsicherung, Grundfähigkeitsschutz, Krankheitsschutz und Todesfallschutz. Die Produktempfehlung kläre zudem über wesentliche Produktmerkmale auf.

"In Beratungsgesprächen stehen Vermittler tagtäglich vor der Frage:  Welches Produkt zur Arbeitskraftsicherung eignet sich für welchen Kunden?" erläutert Norman Wirth von Wirth - Rechtsanwälte. Und fährt fort: "Oft war in der Vergangenheit bei diesen Produkten eine Empfehlung auch nach vielen Jahren noch rechtlich angreifbar, weil vielleicht bestimmte, eigentlich passende Produkte gar nicht in Betracht gezogen wurden. Bei der Entwicklung der Unterlage war uns wichtig, dass der Beratungsprozess unabhängig, produkt- und anbieterneutral bleibt." (jb)