
DWS Sachwerte: Update
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AnzeigeLBBW: Rohstoffpreise bleiben auch 2012 volatil

Leicht rückläufige Margen bei Minenkonzernen
Frühindikatoren weisen aktuell auf eine schwächere Konjunkturentwicklung hin. Die volatile Rohstoffpreisentwicklung dürfte daher zu Beginn des kommenden Jahres anhalten. Das geht aus einem aktuellen Sektorausblick der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für 2012 hervor. Die langfristige Rohstoffnachfrage aus den Emerging Markets sollte aufgrund demografischer Entwicklung (Bevölkerungswachstum, Städtebau) und Produktivitätszuwächsen (Bildungswesen, Infrastruktur, effiziente Kapitalallokation) hoch bleiben.
Derzeit investieren Minenkonzerne bevorzugt in neue Förderprojekte und damit in das organische Wachstum. Allerdings hinkt in einzelnen Rohstoffklassen (zum Beispiel Kupfer) die Angebotsausweitung der Nachfrage hinterher. Die Erschließung neuer Förderregionen sei äußerst zeitintensiv, begründen die Rohstoffexperten der LBBW. Darüber hinaus sinke die Qualität der Erze in den alternden Großminen. Risiken für den Sektor bestünden nach Einschätzung der LBWW in Bezug auf die Staatschuldenkrise, die Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Wachstums in den USA und eine schwächere chinesische Konjunktur. Die daraus resultierende zunehmende spekulative Investmentnachfrage führe zu höherer Preisvolatilität, heißt es. Temporäre Nachfragerückgänge an den Rohstoffmärkten sind daher auch im Jahr 2012 möglich. Eine breite Rohstoffdiversifikation von Minenkonzernen reduziert dieses Risiko.
Hohe Cashflows haben zuletzt zu einer historisch niedrigen Verschuldung bei den Minenkonzernen geführt. Dadurch entsteht Raum für weitere Investitionen in das organische Wachstum und Akquisitionen im Jahr 2012. "Im Jahr 2012 erwarten wir zwar Umsatz- und Ertragszuwächse, allerdings auch leicht rückläufige Margen. Aufgrund der Branchenzyklik führen hohe Ratingkennzahlen allerdings nicht unmittelbar zu Ratinganhebungen", so die LBBW.
Stahl: Schwieriger Jahresbeginn steht bevor
Die sinkende Stahlnachfrage infolge der unsicheren Konjunkturentwicklung zwingen Stahlkonzerne vermehrt zu Kapazitätsanpassungen durch Stilllegung einzelner Produktionsstandorte (ThyssenKrupp, ArcelorMittal). Der Ausblick auf den Beginn des Jahres 2012 dürfte daher verhalten ausfallen. Entlastung könnte von sinkenden Rohstoffkosten (Edelstahl, Schrott, Kohle) kommen, wobei trotz zuletzt fallender Rohstoffpreise das Preisniveau im historischen Vergleich immer noch hoch ist. Wichtige Kundensegmente wie der Auto- und Maschinenbau zeigten bisher keine Schwäche und bleiben für das Jahr 2012 aufgrund der hohen Exportquote zuversichtlich.
Der Verschuldungsabbau steht weiterhin im Fokus von Stahlunternehmen. Hierzu werden auch im Geschäftsjahr 2012 Vermögensverkäufe dienen. ArcelorMittal droht ein Rating-Downgrade von S&P, sollte die Kennzahl FFO/Net Debt (Funds from Operations to Debt, Finanzmittel aus dem operativen Geschäft im Verhältnis zur Verschuldung) unter 25 Prozent bleiben (Ausblick zuletzt auf negativ gesenkt). "Wir erwarten das Erreichen dieses Ziels bis Jahresende 2012. Bei ThyssenKrupp könnte erst durch einen nachhaltigen Verschuldungsabbau das Split-Rating beendet werden (S&P von BB+ zu BBB-)", schreibt die LBBW. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet man daher eher mit Investitionszurückhaltung und einem umsichtigen Working Capital Management. Im Falle einer zunehmenden Nachfrageabschwächung dürften auch weitere Kapazitätsstilllegungen erfolgen. (dw)
Veranstaltungstipp
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Sichern Sie sich gleich Ihr Ticket für die Veranstaltung, die Zahl der Teilnehmer pro Tag ist begrenzt.
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Quelle:FONDS professionell
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