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21.02. | 2012

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V-Bank: Bankberater wechseln zunehmend ins "freie Lager"

Die unabhängige Finanz- und Vermögensberatung wird für viele Bankangestellte offensichtlich immer attraktiver. Zu dieser Einschätzung kommen zumindest die Experten der Münchner V-Bank AG, die sich als Bank für unabhängige Vermögensverwalter aufgestellt hat. Die schätzen, dass im letzten Jahr  350 Bankberater ins Lager der bankenunabhängigen Vermögensverwalter wechselten. Rund 200 von diesen hätten sich dabei einem bereits bestehenden Unternehmen angeschlossen, während sich über 150 – zumeist als Team – selbstständig machten und eine eigenständige Lizenz bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) als sogenannter Finanzportfolioverwalter erwarben.

"Die Wechselbereitschaft von Bankberatern hin zum Beratungsmodell eines bankenunabhängigen Vermögensverwalters steigt", ist Jens Hagemann, Vorstandssprecher der V-Bank angesichts der personellen Marktbewegungen überzeugt. Laut Branchenexperten gibt es in Deutschland zwischen 4000 und 5000 Berater im Private Banking, die jeweils mehr als 30 Millionen Euro an Kundenvermögen verwalten.

Ihre Einschätzung stützt die V-Bank auf die eigene Geschäftsentwicklung im zurückliegenden Jahr. 2011 meldeten die bestehenden Geschäftspartner der V-Bank insgesamt 112 neue Berater. Laut BaFin gab es 46 Neugründungen. Davon arbeitete jede zweite von Beginn an mit der V-Bank zusammen. Diese hatten im Schnitt vier Berater. Oft begleitete die V-Bank bereits den Gründungsprozess. Insgesamt betreute das nicht börsennotierte Spezialinstitut Ende Dezember 2011 für 215 Vermögensverwalter Kundengelder in Höhe von 4,6 Milliarden Euro. Gemessen an der Anzahl der Geschäftspartner gehört sie zu den Top-2-Depotbanken in Deutschland. 50 Prozent aller bankenunabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland arbeiten mit der V-Bank zusammen.

"Immer höherer Vertriebsdruck, Umstrukturierungen in der Bankenwelt sowie der Wunsch nach mehr Transparenz bei den Kunden", macht Vorstandssprecher Jens Hagemann als Hauptmotive für einen Wechsel des Beratungsmodells aus. "Gerade gestandene Bankberater, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben, wollen ihren Kunden nicht einfach Produkte verkaufen, sondern möglichst ein Leben lang begleiten."

Um Bankberatern den Wechsel zur bankenunabhängigen Vermögensverwaltung zu erleichtern, wird die V-Bank eine Kooperation mit einer der Top-3-Personalberatungen in Deutschland schließen. Einen ersten Testlauf soll es noch im ersten Quartal 2012 geben. (ir)

Die V-Bank konzentriert sich auf die Depot- und Kontoführung sowie auf die Wertpapierabwicklung für bankenunabhängige Vermögensverwalter und ausgewählte institutionelle Kunden wie Stiftungen oder Family Offices im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 42 Mitarbeiter.

Quelle:FONDS professionell

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