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03.05. | 2012

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VuV: Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben als Pluspunkt

Unabhängigkeit ist für Anleger ein bewusstes Entscheidungskriterium bei der Wahl ihres Vermögensverwalters. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. Mit 98 Prozent stimmt die überwältigende Mehrheit der Befragten der Aussage zu, dass die Vorteile der Unabhängigkeit bereits vor einer Mandatierung des Vermögensverwalters aktiv besprochen und erläutert werden. Insgesamt haben sich 42 Prozent der rund 220 Verbandsmitglieder an der Umfrage beteiligt.

Vertriebsvorgaben unerwünscht

„Besonders gefragt sind nach Einschätzung unserer Verbandsmitglieder bei Bestands- und Neukunden die Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben sowie die individuelle, persönliche Betreuung“, erläutert VuV-Vorstandsvorsitzender Günter T. Schlösser die Ergebnisse. Hier wurden die höchsten Zustimmungswerte erzielt: 89 Prozent der Befragten nannten die Unabhängigkeit von Vertriebsvorgaben als wichtiges Entscheidungskriterium, 88 Prozent die besondere, individuelle Betreuung. Als weitere relevante Kriterien, die Kunden bei der Entscheidung für einen unabhängigen Vermögensverwalter positiv zu Rate ziehen, nannten die Befragten die Wertentwicklung des Vermögens (54%) sowie die hohe Transparenz bei allen Entscheidungen (50%).

Anfragen von Neukunden nehmen zu – Honorarberatung gewinnt nur begrenzt Boden

Seit 2008 verzeichnen die unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland vermehrt Anfragen von potenziellen Neukunden. „Immerhin 57 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie zum Beispiel aufgrund der Finanzkrise und des schwindenden Vertrauens gegenüber Banken auf vermehrtes Interesse bei möglichen neuen Kunden stoßen“, sagt Schlösser. Dass dies allerdings zu einem grundsätzlichen Umdenken in Bezug auf die Vergütung führen wird, bezweifelt die Mehrzahl der befragten Vermögensverwalter. Während 43 Prozent mit einem deutlichen Aufschwung der Honorarberatung rechnen, glauben 57 Prozent nicht, dass sich diese Vergütungsform gegenüber der Bezahlung über Provision in den kommenden Jahren in Deutschland durchsetzen wird.

„Sicherlich wird die Honorarberatung immer wichtiger werden, das zeigen auch Erfahrungen in Ländern wie Großbritannien oder den USA, wo die Honorarberatung bereits deutlich höhere Marktanteile verzeichnen kann als in Deutschland“, sagt VuV-Vorstand Schlösser. „Allerdings glaube auch ich, dass die Honorarberatung zwar als wichtige Alternative immer größere Bedeutung gewinnt, aber die Bezahlung nach Provision nicht vollständig ablösen wird.“

Mehrheit der Unabhängigen war früher bei Banken tätig

Erstmals hat der VuV auch Daten zur Ausbildung sowie zum beruflichen Hintergrund der unabhängigen Vermögensverwalter erhoben. Die Ergebnisse zeigen einen im Schnitt sehr hohen Ausbildungsgrad der unabhängigen Berater: Die Mehrheit von 40 Prozent verfügt über einen Universitätsabschluss, gefolgt von der Ausbildung an einer Berufs- oder Fachakademie (27%), einer Banklehre (21%) sowie einem Fachhochschulabschluss (11%).

„Interessant sind auch die Zahlen zum beruflichen Hintergrund“, so Schlösser. „Die deutliche Mehrheit von 85 Prozent der heute in der unabhängigen Vermögensverwaltung tätigen Berater war zuvor in der Vermögensverwaltung einer Bank oder Sparkasse beschäftigt. Als klaren Vorteil der Unabhängigkeit sehen diese Berater es an, ohne die einengenden Vorgaben eines übergeordneten Instituts arbeiten zu können. So verstanden gewährleistet Unabhängigkeit nicht nur eine hohe Qualität der Finanzdienstleistung, sondern ist die entscheidende Grundbedingung für Vertrauen.“ (ir)

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