Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) bietet ab sofort ein Depot mit Pauschalgebühr an. Das "Apokomfort-Depot" kostet jährlich 1,6 Prozent beziehungsweise mindestens 50 Euro pro Quartal. Im Gegenzug kann der Anleger nahezu unbegrenzt mit Aktien, Renten, Fonds und Zertifikaten handeln.

"Insbesondere bei außerbörslichen Transaktionen gibt es keine Beschränkungen", sagt Inga Krzeczkowska, Abteilungsleiterin Analytics & Engineering der Apobank. Fonds lassen sich beispielsweise ohne Ausgabeaufschlag ordern. Zusätzlich erhalte der Kunde Zugang zum ETF Universum des Instituts und könne sich hinsichtlich der Produktauswahl beraten lassen, teilt das Institut mit.

Kunden mit dem neuen Apobank-Depot erhalten weitere Dienstleistungen, beispielsweise einen monatlichen Podcast mit dem Chefanlagestrategen der Bank zur aktuellen Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung. "Zudem besteht für den Anleger in Abhängigkeit vom Depotvolumen die Möglichkeit, seine Depots in regelmäßigen Abständen auf optimale Zusammensetzung analysieren zu lassen – auch solche, die er bei anderen Banken führt", heißt es in der Mitteilung.

Andere Filialbanken bieten ähnliche Depotvarianten an
Die Apobank folgt mit ihrem Depotmodell einem Branchentrend: Immer mehr Institute verzichten auf Ausgabeaufschläge, stellen ihren Kunden dafür aber eine entsprechend höhere Depotgebühr in Rechnung. Solche Modelle bieten beispielsweise die Hypovereinsbank, die Commerzbank und die Targobank an (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Mit diesen Depotvarianten entkräften die Institute den Vorwurf, sie seien nur auf den Produktverkauf aus. Stattdessen können sie glaubhaft vermitteln, ihnen sei in erster Linie an einer guten Betreuung der Kunden gelegen.

Die Apobank hat nach eigenen Angaben 426.700 Kunden und mehr als 110.000 Mitglieder. Sie ist damit die größte genossenschaftliche Primärbank. (bm)