Der größte deutsche Versicherer Allianz stemmt sich in seinem Geschäftsfeld Asset Management gegen den Abwärtstrend an den Börsen und verzeichnete Nettomittelzuflüsse. So vertrauten der US-Fondstochter Pimco Anleger im ersten Quartal mehr als 19 Milliarden Euro frisches Geld an. Allianz Global Investors (Allianz GI) wiederum verzeichnete ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Fondsgesellschaft DWS, die kürzlich an die Börse gegangen war, hatte in den ersten drei Monaten des Jahres massive Mittelabflüsse in Höhe von 7,8 Milliarden Euro erlitten.

Allerdings hinterlassen die Turbulenzen dennoch Spuren auch im Fondsgeschäft der Allianz. Ungünstige Wechselkurse sowie der Kursverfall an den Märkten radierten den Absatzerfolg aus. Das insgesamt für Dritte verwaltete Vermögen sank somit gegenüber Ende 2017 leicht um 1,3 Prozent auf 1.429 Milliarden Euro. Dennoch steigerte die Asset-Management-Einheit Umsatz und Gewinn. Das operative Ergebnis kletterte um 4,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf 595 Millionen Euro.

Pimco treibt den Gewinn
Einmal mehr entpuppte sich dabei das einstige Sorgenkind Pimco als Geschäftstreiber. Das US-Anleihenhaus steigerte den operativen Gewinn um 8,4 Prozent auf 480 Millionen Euro. Bei Allianz GI schrumpfte dagegen das operative Ergebnis um 12,5 Prozent auf 73,5 Millionen Euro – jeweils gegenüber dem ersten Quartal 2017. Pimco war mit dem Abgang von Mitgründer und "Bond-König" Bill Gross vor Jahren ins Schlingern geraten, hat sich mittlerweile aber gefangen.

Der gesamte Versicherungskonzern verzeichnete im ersten Quartal einen leichten Rückgang des operativen Gewinns. Grund waren auch hier negative Deviseneffekte. Nach Steuern blieben 1,94 Milliarden Euro übrig, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn war besser als Analysten erwartet hatten. (ert)