Der Privatkundenchef der Deutschen Bank, Asoka Wöhrmann, sieht sein Institut auf einem guten Weg. "Ich glaube, das Gröbste der Aufräumarbeiten ist getan", sagte Wöhrmann der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). "Wir haben vor zehn, 15 Jahren Fehler begangen, die der neue Vorstand nun mit großer Energie ausräumt."

Der frühere Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management zeigt sich zuversichtlich, verlorenes Vertrauen bei den Kunden zurückgewinnen zu können. "Auf der Kapitalseite werden wir weiter konsolidieren. Auf der Liquiditätsseite sind wir hervorragend aufgestellt. Und dieses Institut beschäftigt noch immer die besten Berater in Deutschland", so Wöhrmann im SZ-Interview. Für die Privatkundenbank habe er den Anspruch, den Kunden dabei zu helfen, "in allen Finanzfragen die beste Entscheidung zu treffen".

Zahl der Private-Banking-Berater auf 2300 erhöht
Der 51-Jährige, der das Privatkundengeschäft seit Dezember 2015 leitet, räumte auch Versäumnisse ein. "Wir müssen die Vertrauensbeziehung zu den Kunden stärken, denn nicht alle unsere Kunden haben wir in der Vergangenheit schon perfekt bedient. Das wollen wir verbessern."

Die Zahl der Berater im Private Banking habe sein Institut auf 2.300 erhöht. "Jeder Private-Banking-Kunde hat heute seinen persönlichen Berater", so Wöhrmann gegenüber der SZ. Die Kundennähe sei "der größte Mehrwert, den die Deutsche Bank liefern kann". Um als Private-Banking-Klient zu gelten, müssen Anleger seinen Angaben zufolge rund 100.000 Euro Vermögen oder ein Nettoeinkommen von 4.500 Euro mitbringen. (bm)