Bei der Deutschen Bank und der Commerzbank sollen die Kontoführungsgebühren kräftig steigen. Die Deutsche Bank hebt zum 1. Juli die Entgelte für das sogenannte Aktiv- und das Best-Konto an, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung": Von 4,99 auf 5,90 Euro beziehungsweise von 9,99 auf 11,90 Euro pro Monat. Das entspricht einer Preiserhöhung von 18 respektive 19 Prozent – bei gleichbleibender Leistung. Die Deutsche Bank verweist darauf, die Preise der betreffenden Konten seit Jahren nicht angehoben zu haben, inzwischen aber mehr Services wie etwa eine App bereit zu stellen.

Bei der Commerzbank müssen Kunden bereits ab 1. Juni tiefer in die Tasche greifen. Das Institut hebt die Kontoführungsgebühr für sein Premiumkonto um 30 Prozent an, von 9,90 auf 12,90 Euro pro Monat. Die Commerzbank begründet diesen Schritt mit gestiegenen Kosten für die Bargeldversorgung und bestimmte Versicherungsleistungen, die beim Premiumkonto inbegriffen sind. Am Preis für das schlichtere Girokonto der Commerzbank soll sich nichts ändern.

Das Gratis-Konto stirbt aus
Die Preiserhöhungen markieren den nächsten Schritt in einer Entwicklung, die bereits seit einigen Jahren andauert: Das kostenlose Girokonto wird zum Auslaufmodell. So führt etwa die Sparda-Bank West zum 1. Juli wegen der Niedrigzinsen eine Gebühr in Höhe von 2,50 Euro pro Monat für Girokonten ohne Lohn-, Gehalts- oder Renteneingang ein. Bei einigen niedrigzinsgebeutelten Kreditinstituten geht es nun offenbar nicht mehr darum, überhaupt Kontoführungsgebühren zu erheben, sondern nur noch, wie man diese möglichst geräuschlos steigern kann. (fp)