Blackrock hat in den drei Monaten zu Ende Juni 103,6 Milliarden US-Dollar an frischem Geld anvertraut bekommen – noch einmal deutlich mehr als im Auftaktquartal 2017, als der weltgrößte Asset Manager bereits rund 80 Milliarden US-Dollar einsammelte. Das verwaltete Vermögen kletterte innerhalb des zweiten Quartals um fünf Prozent auf 5,69 Billionen Dollar.

Nur rund 7,5 Milliarden Dollar an Nettomittelzuflüssen entfielen dabei auf aktive Fonds. Mit rund 86 Milliarden Dollar schnappten sich passive Instrumente den größten Batzen. Davon wiederum floss mit fast 74 Milliarden Dollar der weitaus größte Teil in die börsengehandelten Indexfonds (ETFs) der Tochter iShares, die nun mehr als 1,5 Billionen Dollar verwaltet. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor hatte iShares "nur" 16 Milliarden Dollar an zusätzlichen Mitteln eingesammelt. Auf besonderes Interesse der Anleger stießen dabei Aktienprodukte. "Obwohl noch viel Geld an der Seitenlinie liegen bleibt, haben Investoren damit begonnen, Ihr Geld für sich arbeiten zu lassen", erläutert Blackrock-Chef Larry Fink das Ergebnis.

Der fortwährende Erfolg von iShares hat vor kurzem umfassende unternehmensinterne Umbauten ausgelöst: Mit deutlichen Personaleinsparungen, einer tiefgreifenden Reorganisation der Fondsangebote und einer saftigen Senkung der Gebühren versucht das Blackrock-Management, der Geschäftsflaute bei seinen aktiven Portfolios Einhalt zu gebieten.

Mittelzuflüsse treiben Umsatz- und Gewinn
Das Asset-Wachstum spiegelt sich auch in der Unternehmensbilanz des Riesen für das zweite Trimester wieder. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf fast drei Milliarden Dollar. Der Reingewinn stieg um 8,6 Prozent auf 857 Millionen beziehungsweise 5,22 US-Dollar je Aktie von 789 Millionen beziehungsweise 4,73 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten Blackrock sogar 5,40 US-Dollar je Anteilschein zugetraut. Die operative Marge blieb unverändert bei für die Branche rekordhohen 43,9 Prozent. Für das gesamte erste Halbjahr stehen ein Umsatz von 5,8 Milliarden und ein Nettoüberschuss von 1,7 Milliarden Dollar zu Buche. (ert/ps)