Die US-amerikanische Fondsgesellschaft Blackrock hat im vergangenen Quartal mit 5,92 US-Dollar je Aktie deutlich mehr verdient, als von Analysten erwartet. Deren Schätzungen hatten bei 5,56 US-Dollar je Aktie gelegen. Mit 5,98 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten betreute das Unternehmen außerdem so viel Kapital wie noch nie.

Bei den Mittelzuflüssen lag Blackrock ebenfalls über den Erwartungen und sammelte statt der von Beobachtern prognostizierten 71,6 Milliarden im dritten Quartal 96,0 Milliarden US-Dollar ein. "Das Ergebnis reflektiert das zunehmende Wachstum von Blackrocks globaler Investment- und Technologieplattform und den vertrauensvollen Beziehungen, die wir mit unseren Kunden aufgebaut haben", kommentierte Vorstandschef Larry Fink die exzllenten Ergebnisse.

Auch Erträge und Gewinn entwickelten sich positiv: Der Ertrag erhöhte sich im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar und der Betriebsgewinn um 15 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Im selben Zeitraum stieg der Nettogewinn um acht Prozent auf 947 Millionen Dollar. Unternehmenschef Fink verwies auf Einsparungen durch den konsequenteren Einsatz von IT.

ETF-Boom sorgt für gute Ergebnisse
Die guten Geschäftszahlen des dritten Quartals lassen sich nicht zuletzte auf die spurtstarke Entwicklung von Indexprodukten zurückführen, die seit Monaten einen wahren Boom erleben. Dazu gehören insbesondere börsengehandelte Indexpapiere, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF), bei denen große Skalenerträge möglich sind. Über seine ETF-Tochter iShares bietet Blackrock Investoren Zugang zu großen europäischen Anleihefonds, die 93 Milliarden Euro an Netto-Aktiva halten. Vor kurzem senkte die Fondsgesellschaft die Gebühren auf die eigenen Produkte, um sie noch attraktiver zu machen.

Keine Krypto-ETFs geplant
Auf einen anderen Mega-Markt will Blackrock dagegen vorerst nicht aufspringen: In einem Interview mit Bloomberg hatte Mark Wiedman, Global Head of iShares and Index Investment, unlängst geäußert, dass er es für nicht sinnvoll hält, einen Bitcoin-ETF aufzulegen. Ganz abgesehen von der Schwierigkeit, eine Zulassung für einen Krypto-Fonds von der US-Wertpapieraufsicht SEC zu bekommen, an der sich bereits diverse Mitbewerber vergeblich versucht hatten, würde es Wiedman Bloomberg zufolge seinen Kunden schlichtweg nicht empfehlen, in Bitcoin längerfristig investiert zu sein. (fp/ps)