Eine Dekade nach Beginng der Finanzkrise muss die britische Royal Bank of Scotland (RBS) eine Milliardenstrafe für riskante Hypothekengeschäfte berappen. Die Großbank einigte sich einem Bericht von Reuters zufolge mit dem US-amerikanischen Justizministerium auf die Zahlung von rund fünf Milliarden US-Dollar. Die Behörden werfen der RBS vor, im Vorfeld der Finanzkrise toxische Wertpapiere an Kunden verkauft und damit die Krise mit ausgelöst zu haben.

Die britische Großbank ist nicht das einzige Kreditinstitut, das für unrühmliche Hypothekendeals zur Verantwortung gezogen wurde. Das US-Justizministerium hat ähnliche Vergleiche bereits mit etlichen anderen Banken geschlossen, darunter auch die Deutsche Bank. Das Geldhaus zahlte im vergangenen Jahr insgesamt 7,2 Milliarden Dollar. Bisherige Rekordhalterin ist die Bank of America: Sie schloss im August 2014 wegen dubioser Deals einen Vergleich über rund 17 Milliarden Dollar mit den Behörden.

Auf keinen Fall irgendetwas falsch gemacht
Die US-Regierung hatte der RBS vorgeworfen, Kunden mit brenzligen Hypothekenpapieren in die Irre geführt zu haben. Dem Justizministerium zufolge wies die Bank diesen Vorwurf zurück und erklärte, nichts falsch gemacht zu haben. RBS-Chef Ross McEwan sagte allerdings, ein Verhalten, wie es die Behörden beschrieben haben, könne es heute in seiner Bank nicht mehr geben. (fp)