Der Finanzinvestor Cerberus hat gerüchtehalber ein Auge auf die Commerzbank geworfen. Die US-Gesellschaft, die in Europa unter anderem die Mehrheit an der österreichischen Bank Bawag hält und der zudem Interesse an der HSH Nordbank nachgesagt wird, erwägt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Minderheitsbeteiligung am zweitgrößten deutschen Geldhaus. Es sei aber noch keine Entscheidung über die Höhe des möglichen Engagements gefallen, heißt es in dem Bericht. Es sei zudem unsicher, so Bloomberg, ob sich Cerberus überhaupt zu einem Engagement bei der Commerzbank durchringe. Grundsätzlich glaube der Investor aber an eine Erholung des Bankensektors und wolle daher hier investieren.

Die Marktkapitalisierung der Bank beläuft sich aktuell mit 13,6 Milliarden Euro nur auf etwa die Hälfte des Buchwerts. Die Commerzbank ist damit deutlich niedriger bewertet als die meisten ihrer Konkurrenten, so Bloomberg. Die Dax-Aktie war Mitte August auf das Rekordtief von 5,175 Euro abgestürzt, konnte sich aber inzwischen um mehr als 110 Prozent auf knapp 11 Euro erholen. Allein in den vergangenen fünf Tagen hat das Papier um mehr als zehn Prozent zugelegt. (fp)