Die Deutsche Bank hat einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge Josef Esch als Geschäftsführer mehrerer Oppenheim-Esch-Fonds abgesetzt – und sich damit von einem Geschäftspartner getrennt, auf dessen Insiderwissen sie offensichtlich lange Zeit nicht verzichten wollte.

Der gelernte Maurer hatte früher zahlreiche Immobilienprojekte mit Sal. Oppenheim umgesetzt. Viele dieser Fonds floppten, weshalb vermögende Oppenheim-Kunden vor Gericht Schadenersatz forderten – zunächst von der Kölner Privatbank, dann von der Deutschen Bank, die das Institut 2010 übernahm und so vor dem Zusammenbruch rettete. Für diese Prozesse war das Frankfurter Kreditinstitut auf Eschs Kenntnisse angewiesen, vermutet das "Manager Magazin". Darum habe sie an Esch festgehalten – bis jetzt.

"Showdown" auf der nächsten Gesellschafterversammlung
"In zwei der wichtigsten Oppenheim-Esch-Fonds, Rheinhallen und Köln Messe 15-18, haben die Eigner Esch als Geschäftsführer abgesetzt – mit den Stimmen der Deutschen Bank", berichtet das Magazin. Beim Rheinpark-Fonds käme es auf der nächsten Gesellschafterversammlung zum "Showdown". Die Bank halte nach Vergleichen mit früheren Oppenheim-Kunden große Anteile an den Fonds.

Die Gesellschafter drängten auf einen Verkauf der Fondsimmobilien, da stünde Esch als Geschäftsführer schon aus Compliance-Gründen im Weg, begründet das "Manager Magazin" den Sinneswandel. Esch muss sich derzeit vor dem Landgericht Köln in einem Strafprozess verantworten. (bm)