Die Fusion von Deutscher Bank und Postbank soll mehrere tausend Stellen kosten, berichtet die "Welt am Sonntag". Demnach sollen in den kommenden vier Jahren jeweils 1.500 Mitarbeiter über freiwillige Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation das Unternehmen verlassen. Damit würde sich die Zahl der Mitarbeiter im Privat- und Firmenkundengeschäft der beiden Geldinstitute von derzeit 30.000 um ein Fünftel verringern. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Mitte des Jahres 2021 ausgeschlossen.

Das Institut wollte dies nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht. Vize-Vorstandschef Christian Sewing sagte der "Welt am Sonntag": "Konkrete Maßnahmen zum Mitarbeiterabbau kommunizieren wir immer dann, wenn wir ein Etappenziel erreicht und es mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt haben." Es sei allerdings völlig klar, dass beide Banken Doppelfunktionen abbauen werden. Genaueres werde nach der juristischen Verschmelzung im zweiten Quartal entschieden.

Bonn und Frankfurt besonders betroffen
Bereits im Dezember 2017 war bekanntgeworden, dass bei der Deutschen Bank im Zuge der Integration der Postbank über Vorruhestandsregelungen und ein freiwilliges Abfindungsprogramm bis zu 1.000 Stellen wegfallen sollen. Durch die Zusammenlegung der Banken werden in den kommenden Jahren viele Jobs vor allem in den beiden Zentralen in Bonn und Frankfurt überflüssig. (fp)