Die Deutsche Bank wird im breiten Privatkundengeschäft keine Gebühren auf Bareinlagen einführen. Das hat Asoka Wöhrmann, Chef des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, im Interview mit dem "Handelsblatt" betont. "Das können wir unseren Kunden nicht zumuten", sagte Wöhrmann.

Von Gratis-Angeboten habe sein Arbeitgeber zwar noch nie etwas gehalten: "Die Deutsche Bank ist ein Qualitätsanbieter und dafür sind die Kunden bereit, einen Preis zu zahlen." Strafzinsen will das Institut – im Gegensatz zu einer wachsenden Zahl von Wettbewerbern – dann aber doch aus den eigenen strategischen Überlegungen raushalten – zumindest soweit und solange es geht. "Wir werden im breiten Privatkundengeschäft keine Gebühren für Einlagen einführen", stellt Wöhrmann klar

Unterdessen ist der Umbau des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank im vollen Gange. Geplant ist der Abbau von 2.800 Stellen und die Schließung von 188 Filialen bis zum Jahr 2020. "Beim Stellenabbau sind wir sehr gut vorangekommen und haben etwa zwei Drittel des Weges hinter uns", sagte Wöhrmann im Interview. Man liege vor dem Plan, das letzte Stück sei jedoch immer das schwierigste: "Wir hoffen, dass wir Mitte Juni dieses Kapitel abschließen können. Dann dürften wir auch 160 Filialen geschlossen haben." (fp)