Geschlossene Fonds: BSI startet neues Portal
Der BSI Sachwerteverband hat sein neues Internetportal sachwertfonds.de live geschaltet. Auf der Plattform stellt der Verband einerseits grundlegende Informationen über geschlossene Fonds und deren Performance dar. Andererseits werden Investmentangebote von BSI-Mitgliedern beworben.


Vertrieb: Efonds startet "eDirektzeichnung"
Auf dem "BSI Summit 2016", der vor Pfingsten in Berlin über die Bühnen ging, hat die Vertriebsgesellschaft Efonds ihr neues  Tool "eDirektzeichnung" vorgestellt.  Damit kann der Anleger bei Fondsanbietern, die das Tool nutzen, direkt eine Beteiligung abschließen. Die Legitimation des Anlegers und die Signatur der Zeichnungsunterlagen erfolgen über einen Video-Chat. Die Internetanwendung soll auch von Vertriebsplattformen, Vermittlern und Finanzberatern als zusätzliches Arbeitstool verwendet werden. Laut Efonds-Chef Alexander Betz ist die „eDirektzeichnung“ rechts- und haftungssicher.


Zweitmarkt: Kurse ziehen an
Auf dem Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland wechselten im April 418 Anteile an geschlossenen Fonds den Besitzer. Das nominale Eigenkapitalvolumen dieser Beteiligungen beträgt 14,8 Millionen Euro. Die Fonds wurden im Durchschnitt zu 56,6 Prozent ihres Nominalwerts gehandelt. Dieser Durchschnittskurs ist laut Fondsbörse der bislang höchste im Jahr 2016.


Crowdinvesting: Exporo-Projekt frühzeitig beendet
Die Anleger des Immobilien-Crowdinvestments "Barrio E" haben vor kurzem früher als geplant ihr Kapital zurückbekommen. Der Projektentwickler Garbers Partner hatte 2014 für das Wohnimmobilienprojekt in Hamburg 1,8 Millionen Euro von der Crowd erhalten. Das Nachrangdarlehen war mit sechs Prozent jährlich zu verzinsen. Die Rückzahlung wäre erst Ende dieses Jahres fällig gewesen.


Immobilien: Bafin-Erlaubnis für INP-KVG
Die INP Invest GmbH hat Anfang Mai die Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) der INP Gruppe erhalten. Die Gesellschaft darf geschlossene inländischer Publikums-AIF für Privatanleger und geschlossene inländischer Spezial-AIF für semiprofessionelle und professionelle Anleger im Segment Immobilien verwalten. Als nächster Immobilienfonds soll das "23. INP Deutsche Pflege Portfolio" emittiert werden. Der Publikumsfonds investiert laut INP in drei stationäre Pflegeimmobilien an verschiedenen deutschen Standorten.


Geschlossene Fonds: Westfonds soll verkauft werden
Die einstige West LB-Tochter Westfonds soll in den nächsten Wochen verkauft werden. Das berichtet die "Immobilien-Zeitung". Für die Veräußerung des Unternehmens, das derzeit noch 17 geschlossene Fonds managt, ist die "Bad Bank" der West LB zuständig, die 94,9 Prozent der Anteile hält.


Schiffe I: Zwei Fondsschiffe erfolgreich verkauft
Der Branchendienst "Fondstelegramm" berichtet, dass das Containerschiff MS "Portugal" mit einem entsprechenden Anlegerbeschluss verkauft wurde. Es ging zum Schrottpreis von 295 US-Dollar je Tonne an Taurus Maritime auf den Marshallinseln. Das 4.800 TEU-Schiff wurde 1998 in einen Fonds der Norddeutschen Vermögen eingebracht. Nach etwa 20 Jahren Laufzeit fließen insgesamt einschließlich Erlös aus dem Verkauf des entschuldeten Schiffs gerade mal rund 127 Prozent auf das Eigenkapital an die Anleger zurück. Conti hat den 5.447 TEU-Containerfrachter MS "Conti Taipeh" für 7,2 Millionen US-Dollar verkauft. Das meldete ebenfalls das "Fondstelegramm". Der Verkaufserlös liegt um 1,6 Millionen US-Dollar höher als noch vier Wochen vor dem Deal angenommen. 18 Prozent aufs Eigenkapital stellt Conti als Schlussausschüttung in Aussicht. Damit erzielt der Fonds nach 15 Jahren Laufzeit etwas mehr als 125 Prozent Gesamtmittelrückfluss.


Schiffe II: Zahlreiche Insolvenzen
Zwei Fondsschiffe des früheren Emissionshauses Norddeutsche Vermögen sind in die Insolvenz geschlittert. Das Amtsgericht Hamburg hat nach Angaben des Branchendienstes "Shippress" vorläufige Insolvenzverfahren für die beiden 2.468-TEU-Frachter Northern Endeavour und Northern Endurance eröffnet. Die beiden Schiffe wurden 2001 gebaut und in zwei Schiffsfonds mit einem Fondsvolumen von jeweils 88 Millionen Euro eingebracht. Abgesehen davon sind nach "Shippress"-Angaben noch fünf Panamax-Containerschiffe pleite. Es handelt sich um die Schiffe MS "Bosun", MS "Hermes", MS "Penelope" und MS "Ulysses" von Hansa Sipping sowie das MS "Pontremoli" von der Hamburgischen Seehandlung. Auch diese Schiffe waren Beteiligungsgegenstände von Publikumsfonds.


Luftfahrt: Singapore meldet Gewinnsprung
Die Singapore Airlines Gruppe, zentraler Partner einiger deutscher A380-Flugzeugfonds, hat im Geschäftsjahr 2015/2016 trotz Umsatzrückgang den Gewinn gesteigert. Konkret reduzierten sich die Umsatzerlöse im gesamten Konzern um 2,2 Prozent auf 15,2 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis verbesserte sich von 409 auf 681 Millionen US-Dollar. Hohe nicht-operative Erträge sorgen dafür, dass der Konzerngewinn am Ende bei rund 800 Millionen US-Dollar liegt.


Schifffahrt: Hapag-Lloyd in neuer Allianz
Die Kräfte in der weltweiten Containerfahrt werden neu gebündelt. Nach der Gründung der neuen "Ocean Alliance" vor einigen Wochen haben sich nun mehrere Linienreedereien zur neuen "The Alliance" zusammengetan. Mitglieder dieses Verbunds sind die deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd und die asiatischen Reedereien MOL, NYK, K-Line, Yang Ming und Hanjing. Die Allianz verfügt zusammen über etwa 620 Containerschiffe mit einer kumulierten Transportkapazität von rund 3,5 Millionen Standardcontainern  (TEU). Die über fünf Jahr geplante Kooperation soll im April 2017 starten.


Immobilien: Axa investiert in Thüringen
Der Versicherungskonzern AXA hat über seinen Immobilienarm ein Wohnbauprojekt in Erfurt erworben. Es besteht nach Unternehmensangaben aus acht Gebäuden, in den 137 Wohnungen gebaut werden sollen. Der Baubeginn ist im zweiten Quartal 2016 geplant, die Fertigstellung soll Ende 2018 erfolgen. Der Kaufpreise für die Wohnanlage beträgt laut Axa rund 30 Millionen Euro.


Energie: Bremse für Windenergie
In Dänemark sollen Offshore-Windparkprojekte gestoppt werden. Medienberichten zufolge stört sich die Regierung an den hohen Kosten für die Verbraucher durch die Subventionen für den Ausbau erneuerbarer Energien. (ae)