Der Aktienkurs des Parkett-Neulings DWS wurde seit der Erstnotiz systematisch aufgepäppelt. Die Credit Suisse, die den Börsengang begleitete, kaufte seither fast an jedem Handelstag Titel des Fondsablegers der Deutschen Bank. Dies geht aus einer Mitteilung der Schweizer Großbank hervor. Demnach erwarb das Institut seit dem Börsengang vor rund einem Monat rund 3,5 Millionen DWS-Aktien, um den Kurs stabil zu halten. Damit schöpfte der Parkettbegleiter einen guten Teil des "Greenshoe" genannten Mehrzuteiliungs-Puffers im Umfang von 4,5 Millionen Anteilscheinen aus. Insgesamt waren 44,5 Millionen Stück ausgegeben worden. Die Phase für die Kurspflege ist nun beendet.

Der Asset-Management-Arm des größten deutschen Geldhauses war mit einem Kurs von 32,50 Euro im Frankfurter Handel gestartet. Das Papier notierte seither zwei Mal unter der Marke von 30 Euro. Die zurückgekauften Aktien fließen nun an die Emittentin zurück – und das hat Folgen. 

Dadurch nimmt die Deutsche Bank auch weniger Geld durch die Anteilsausgabe ein als bislang veranschlagt. Statt der ursprünglich angegebenen 1,45 Milliarden Euro fließen ihr nun nur noch 1,33 Milliarden Euro zu.

Von Turbulenzen überschattet
Die Kurspflege verringerte auch die Zahl der im Umlauf befindlichen Anteilscheine. Freie Aktionäre halten nach jetzigem Stand 20,5 Prozent der Anteile. Bei der Deutschen Bank verbleiben die übrigen 79,5 Prozent. Ursprünglich hatte das Geldhaus angepeilt, bis zu 25 Prozent der Anteile bei der Erstnotiz auf den Markt zu werfen. Die turbulente Entwicklung an den Börsen, die anhaltenden Probleme des Mutterhauses sowie der sich andeutende Abgang von Bankchef John Cryan hatten den Emissionserlös gedämpft. (ert)