Fast zehn Jahre ist es her, dass aus der Allgemeinen Deutschen Investmentgesellschaft Adig die Cominvest wurde. Und nur gut zwei Jahre später mussten sich Anleger schon wieder an einen neuen Namen gewöhnen, denn Allianz Global Investors übernahm die Commerzbank-Tochter.

Für Fonds wird der Name Cominvest daher schon seit 2009 nicht mehr verwendet. Ganz verschwunden war er jedoch nicht – die Cominvest lebte als Marke für das Direktgeschäft der B2B-Bank Ebase weiter. Anfang September ist es allerdings auch damit vorbei: Ab dann präsentiert sich der Endkundenbereich der Ebase unter dem Namen Finvesto. "Mit dem neuen Namen wollen wir uns als verlässlicher und kompetenter Partner für die Vermögensanlage positionieren", sagt Erol Yamak, der bei Ebase die Finvesto-Anlageberatung verantwortet.

Sein Team verwaltet in erster Linie die Depots von Kunden, die von ehemaligen Kapitalverwaltungsgesellschaften übernommen wurden. Größtenteils stammen sie aus dem früheren Adig-Direktvertrieb. Die Ebase ist bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2002 depotführende Stelle für diese Depots.

Fonds-Vermögensverwaltung und Anlageberatung im Angebot
Schon heute würde das Angebot jeden Monat neue Kunden gewinnen, die insbesondere das breite ETF-Angebot zu schätzen wüssten, heißt es in einer Pressemitteilung. Um den positiven Trend zu verstärken, soll Finvesto mit neuem Namen und neuer Webseite als "leistungsstarker Partner für die Geldanlage" positioniert werden. "Wir stehen für klare und verständliche Lösungen für Privatanleger", sagt Yamak.

Finvesto bietet nach eigenen Angaben mehr als 6.000 sparplanfähige Fonds und ETFs an. Sparpläne sind bereits ab zehn Euro monatlich möglich – bei anderen Plattformen liegt die Mindestrate meist bei 25 oder 50 Euro (FONDS professionell ONLINE berichtete). Zum Angebot gehören auch standardisierte fonds- und ETF-basierte Vermögensverwaltungen und die Möglichkeit, eine persönliche Anlageberatung in Anspruch zu nehmen. Perspektivisch solle das Thema nachhaltige Investments stärker betont werden, heißt es in der Mitteilung. Zertifikate, Hebelprodukte oder Einzelwerte würden dagegen weder heute noch in Zukunft angeboten.

Verstärkte Ansprache von Endkunden?
Interessant dürfte sein, ob diese jüngste Offensive der Ebase Reaktionen auf Seiten der Maklerpools und Finanzberater hervorruft. Mehrere Marktteilnehmer hatten dem Unternehmen aus Aschheim bei München erst im März vorgeworfen, verstärkt Endanleger anzusprechen – und ihnen damit Kunden abzuwerben. Ebase hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)