Kritiker können nun sagen, sie hätten es ja schon immer gewusst: Hedgefonds-Manager sind Zocker. Ein Neuzugang in der Hedgefonds-Welt kennt sich jedenfalls mit Bluffen und raffiniert platzierten Wetteinsätzen bestens aus. Vanessa Selbst, die erfolgreichste Turnierpoker-Spielerin aller Zeiten, beendet ihre Karriere am Kartentisch und arbeitet nun für den Hedgefonds Bridgewater Associates. Dort will sie sich mit Handels-Research und Strategien befassen, berichtet Bloomberg. "Das Umfeld fühlt sich sehr nach Poker an – ein Haufen streberischer Kinder, die zusammenarbeiten, um zu versuchen, den Gegner bei einem Spiel zu schlagen", schreibt Selbst in einem Facebook-Eintrag.

Hedgefonds bemühen sich verstärkt um neue Talente von außerhalb, die dabei helfen sollen, die Performance durch innovative Ideen zu steigern. Am Pokertisch hat Selbst bereits bewiesen, dass sie Geld machen kann: In ihrer zwölfjährigen Karriere gewann die heute 33-Jährige insgesamt rund zwölf Millionen US-Dollar an Preisgeldern. Zu Silvester vergangenen Jahres verkündete sie auf ihrem Facebook-Account das Ende ihrer Poker-Karriere. Als Grund nannte sie unter anderem die strapaziösen Reisen zu Turnieren und anderen Veranstaltungen, die sie nicht mehr länger auf sich nehmen wolle. (fp)