Die Munich Re ist weiter in der Gewinnspur unterwegs, wenngleich weniger schnell: Der Rückversicherer erzielte nach eigenen Angaben im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Konzerngewinn von 733 nach 974 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auf das erste Halbjahr bezogen betrug der Gewinn 1,29 Milliarden Euro  (zuvor: 1,4 Mrd. Euro). Zu diesem Ergebnis trug auch die Konzerntochter Ergo maßgeblich bei.

Der Erstversicherer mit Sitz in Düsseldorf schrieb nach Verlusten im Jahr 2016 im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen und erwartet für das Gesamtjahr nun einen operativen Gewinn von bis zu 250 Millionen Euro, 50 Millionen mehr als bisher gedacht. Der Versicherer kämpft unter anderem mit dem Rückgang im Lebensgeschäft und den Kosten für ein umfangreiches Restrukturierungs- und Digitalisierungsprogramm.

Knapp 200 Millionen Euro Gewinn im ersten Halbjahr
Konkret betrug das Konzernergebnis für das zweite Quartal 104 Millionen Euro, nach einem Minus von 17 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dieses über den Erwartungen liegende Ergebnis sei aber durch eine Steuergutschrift begünstigt worden, wie der Konzern einräumt. Von Januar bis Juni verzeichnete die Ergo einen Gewinn von 195 Millionen Euro (minus 30 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016).

"Das vor rund einem Jahr gestartete Ergo-Strategieprogramm entwickelt sich gut", erklärte Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Ergo und Vorstandsmitglied von Munich Re. "Wir liegen im Plan bei der Umsetzung der Maßnahmen wie auch bei der angestrebten Ergebnissteigerung. Ergo bleibt auf das Ziel verpflichtet, zum Abschluss des Strategieprogramms im Jahr 2021 einen nachhaltigen Ergebnisbeitrag von mehr als 600 Millionen Euro jährlich zum Konzernergebnis beizusteuern." (jb)