Der US-Indexfondsgigant Vanguard kooperiert mit der Onvista Bank, um hierzulande bei Privatanlegern Fuß zu fassen. Bis Ende des Jahres entfällt für alle über die Baader Bank georderten, börsengehandelten Indexfonds (ETFs) von Vanguard die Orderprovision, teilten die beiden Unternehmen mit. Das Angebot umfasst die 23 Indexfonds von Vanguard, die seit Ende Oktober an deutschen Börsen handelbar sind. Es gilt ab einem Ordervolumen von 1000 Euro.

"Wir freuen uns sehr, dass jetzt auch deutsche Anleger von unseren Leistungen profitieren können", sagte Sean Hagerty, Vanguard-Europachef. Und der Geschäftsbereichsleiter der Onvista Bank, Michael Bußhaus, ergänzt: "Gerade wegen der niedrigen Kosten setzen immer mehr Anleger auf ETFs. Die Vanguard-ETFs ergänzen das Angebot der Onvista Bank daher optimal." Seit etwa fünf Jahren bietet die US-Fondsgesellschaft ihre ETFs auch in Europa an. Seit dem 26. Oktober 2017 sind die Indexfonds an der Börse Frankfurt notiert.

Preisbrecher der Fondsindustrie
Der Pionier für Indexinvestments mit Sitz im US-Bundesstaat Pennsylvania verwaltet weltweit rund 4,7 Billionen US-Dollar. Allein nach Publikumsfonds gemessen ist das Haus der größte Fondsanbieter der Welt, noch vor Blackrock. Fast ein Drittel davon gilt als aktiv verwaltet, weil die entsprechenden Fonds keine klassischen Indizes abbilden, sondern quantitative Strategien oder Smart-Beta-Ansätze verfolgen.

Vanguard gehört den Fonds des Hauses und gilt in der Branche als Preisbrecher. Die Onvista Bank wurde Ende 2016 von der Comdirect übernommen.(ert)