Hauck & Aufhäuser ist neuer Eigentümer der ehemals zum Deutschen-Bank-Konzern gehörenden Gesellschaften Sal. Oppenheim jr. & Cie. Luxembourg sowie Oppenheim Asset Management Services. Die zuständigen Aufsichtsbehörden gaben grünes Licht für die Übernahme der White-Label-Plattform, die vor allem Vermögensverwaltern die Auflage eigener Fonds ermöglicht. Im Zuge der Integration, die in Summe rund 25 Milliarden Euro an Assets umfasst, in die Struktur des neuen Eigentümers erhalten beide andere Namen: Hauck & Aufhäuser Fund Platforms sowie Hauck & Aufhäuser Asset Management Services.

"Die Luxemburger Sal.-Oppenheim-Gesellschaften sind für uns ein strategisches Investment", erläutert Michael Bentlage, Vorsitzender des Vorstands von Hauck & Aufhäuser. Die Übernahme ermögliche der Privatbank, die technische und organisatorische Entwicklung weiter voranzutreiben. Im Bereich Asset Servicing habe man das Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. "Dabei sind die beiden Gesellschaften eine hervorragende Ergänzung. Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Kunden insbesondere im Bereich der Betreuung von Fondspartnern und dritten Portfoliomanagern zukünftig ein noch größeres und interessanteres Leistungsangebot unterbreiten können", so Bentlage weiter.

Abschied aus der Nische
Die Verkaufspläne waren vor einem Jahr bekannt geworden. Während beide Plattformen für die Frankfurter Privatbank wichtige strategische Käufe sind, trennte sich die Deutsche Bank von einem eher kleinen Randgeschäft: Die Angebote der Luxemburger Gesellschaften der Tochter Sal. Oppenheim seien für die Deutsche Asset Management nur Nischenfelder gewesen, wie ein Kenner des Hauses FONDS professionell ONLINE damals erklärte. Der Fondsarm der Deutschen Bank hat sich mit dem Verkauf der Sal.-Oppenheim-Plattformen zwar ausdrücklich nicht aus dem White-Label-Geschäft zurückgezogen. Die Bedeutung dieses Bereiches innerhalb der Deutschen AM schrumpft jedoch zwangsläufig. (jb)