Ein Düsseldorfer Anlageberater hat jahrelang drei alte Damen ausgenommen und so insgesamt eine Viertelmillion Euro erbeutet. Das berichtet die "Westdeutsche Zeitung". Das Vorgehen des Mannes, der für eine Bank in der Düsseldorfer Innenstadt arbeitete: Während die gebrechlichen Kundinnen im Büro seiner Filiale warteten, ließ er sich an der Kasse regelmäßig 5.000 Euro von deren Konten auszahlen – die nie bei den im Hinterzimmer wartenden Damen ankamen. Von dem Geld kaufte der Berater unter anderem Autos für seine beiden Söhne. Bei einer internen Revision flog die Masche auf.

Das Amtsgericht Düsseldorf verurteilte den Mann vergangene Woche zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Er habe nicht nur das Vertrauen seiner Kundinnen, sondern auch das seiner Kollegen missbraucht, so der Richter.

Die Kollegen hatten sich nämlich nicht, wie es korrekt gewesen wäre, davon überzeugt, dass das Geld nach Auszahlung den wartenden Seniorinnen tatsächlich übergeben wurde. Eine Bewährungsstrafe schloss das Gericht aus: Der 59-Jährige war zwar seinem Arbeitgeber beim Erstatten der Anzeige zuvorgekommen, hatte aber nur zwei der drei Fälle eingeräumt. (fp)