Lunis Vermögensmanagement hat von der Finanzaufsicht Bafin die Zulassung als Vermögensverwalter nach Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) erhalten. Die neu gegründete Gesellschaft hatte bislang unter dem Haftungsdach von NFS Netfonds gearbeitet. Ab dem neuen Jahr will Lunis sämtliche Dienstleistungen unter eigenem Namen erbringen.

Hinter Lunis steckt die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft J.C. Flowers. Der Investor hält 50,1 Prozent. Die Private-Equity-Gesellschaft des Milliardärs und ehemaligen Goldman-Sachs-Bankers Christopher Flowers ist in Deutschland mit seinen Investments in die Krisen-Institute HSH Nordbank und Hypo Real Estate (HRE) bekannt geworden.

Ambitionierte Wachstumsziele
Die anderen Anteilseigner sind die Co-Vorstandschefs von Lunis, Andreas Brandt und Christoph Lieber. Mitgründer Brandt war zuvor Generalbevollmächtigter der Bank J. Safra Sarasin in Frankfurt. Das Schweizer Traditionshaus wickelte sein Privatbank-Geschäft in Deutschland ab. Lieber wiederum war seit 2016 Chef der andorranischen Vall Banc. Lunis hegt eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Die Gesellschaft will bei der Konsolidierung der zersplitterten Vermögensverwalter-Industrie in Deutschland mitmischen und auch durch Übernahmen wachsen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

"Wir sind sehr zufrieden mit der Erteilung der KWG-Lizenz durch die Bafin noch vor Jahresende. Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere Kunden und uns", sagte Brandt einer Mitteilung zufolge. "Dies bringt uns den ambitionierten Zielen, die wir uns für das kommende Geschäftsjahr gesetzt haben, ein entscheidendes Stück näher." Sein Gründungspartner Lieber ergänzt: "Mit der Lizenzerteilung haben wir nun auch die letzte Etappe der Unternehmensgründung erfolgreich abgeschlossen." (ert)