Die Investoren des insolventen Containermanagers Magellan haben kürzlich eine erste Zahlung bekommen. Insgesamt wurden den rund 8.000 Anlegern rund 100 Millionen Euro überwiesen, teilte Magellan-Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte mit.

Bei den Auszahlungen handelt es sich um Abschlagszahlungen, die aus dem Erlös des Verkaufs der Magellan-Container geleistet wurden. Im vergangenen Sommer hatte wie berichtet die Buss-Gruppe die Transportboxen gekauft, nachdem Magellan im Mai 2016 Insolvenz angemeldet hatte.

Anleger verlieren massiv Geld
Die Pleite vernichtete mehr als die Hälfte des Anlegerkapitals. Denn die Investoren hatten zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags rund 350 Millionen Euro in Magellan-Container investiert. Buss erwarb die rund 110.000 Boxen für 160 Millionen Euro und eine mögliche Erfolgsbeteiligung von bis zu 15 Millionen US-Dollar. Eine vorläufige Insolvenzquote soll Ende 2018 feststehen.

"Ich gehe davon aus, den verbleibenden Restbetrag aus der Veräußerung nach Abzug von Kosten und Verbindlichkeiten im Jahr 2019 an die Insolvenzgläubiger ausschütten zu können", sagt Borchardt. Bis dahin will der Insolvenzverwalter sämtliche zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen abschließend prüfen und feststellen. (ae)