MLP kann sich freuen. In den ersten neun Monaten des Jahres hat der Finanzvertrieb seine Gesamterlöse um fünf Prozent auf den neuen Rekordwert von 462,5 Millionen Euro gesteigert, den höchsten Wert seit Abgabe des konzerneigenen Versicherungsgeschäftes. Insbesondere das dritte Quartal ist nach eigenen Angaben mit einem Umsatzplus von acht Prozent "besonders dynamisch" verlaufen. Dazu haben alle Bereiche beigetragen – auch Lebens- und Rentenversicherungen.  

Entsprechend ist auch der Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten kräftig gestiegen: Um 57 Prozent auf 17,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 22,9 Millionen Euro (+60%), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 22,9 Millionen Euro (+57%). Und auch die Kundenzahlen gingen hoch: Zum 30. September 2018 betreute der Finanzdienstleister 538.100 Familienkunden (30. Juni 2018: 535.100) und 20.600 Firmen und institutionelle Kunden (30. Juni 2018: 20.400).

Gutes Anlagegeschäft
Die Umsätze in den ersten neun Monaten setzen sich in erster Linie aus den vereinnahmten Provisionen zusammen. Diese betrugen 438,1 Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Am stärksten wuchs das erst seit 2014 ausgebaute Immobiliengeschäft, in dem die Erlöse aufgrund einer hohen Kundennachfrage um 32 Prozent auf 14,6 Millionen Euro  anstiegen

Im Anlagebereich legten die Umsätze in den ersten drei Quartalen um neun Prozent auf 152,8 Millionen Euro zu, während das betreute Vermögen auf 36,1 Milliarden Euro (30. Juni 2018: 35,4 Mrd. Euro) stieg. Dabei profitierte MLP nach eigenen Angaben von Zuwächsen sowohl im Privatkundengeschäft als auch beim Tochterunternehmen Feri. Bei letzterer sei das Wachstum vor allem im dritten Quartal groß gewesen: Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf 55,2 Millionen Euro. 

Neuer Bilanzstandard verhinderte besseren Umsatz bei Lebenspolicen
Erfreulich wirtschaftete diesmal auch der Bereich Altersvorsorge, die Erlöse betrugen immerhin 122,6 Millionen gegenüber 122 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2017. Allerdings sei die vermittelte Beitragssumme mit einem Plus von sieben Prozent auf 2.117,5 Millionen deutlich stärker gewachsen. Für das Geschäftsjahr 2017 hatte MLP bei Lebens- und Rentenversicherungen ein Umsatzminus vermelden müssen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Der Grund für die im Vergleich zum Neugeschäft unterproportionale Umsatzentwicklung seien hauptsächlich die bilanziellen Auswirkungen aus der Anwendung des seit Januar geltenden Rechnungslegungsstandards IFRS 15. Dieser Effekt zeige sich laut MLP vor allem im ersten Halbjahr. Betrachtet man, so MLP, das dritte Quartal isoliert, stiegen die Erlöse in der Altersvorsorge um vier Prozent auf 46,4 Millionen Euro (Q3 2017: 44,8 Mio. Euro). (jb)