MLP ist nach eigenen Angaben erfolgreich ins Geschäftsjahr 2018 gestartet. Im ersten Quartal stiegen die Gesamterlöse um drei Prozent auf 167,9 Millionen Euro, wovon alleine Provisionserlöse 160,4 Millionen Euro (153,8 Mio. Euro) beisteuerten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 13,0 Millionen Euro vier Prozent über dem Vorjahresergebnis. Das Konzernergebnis stieg um acht Prozent auf 9,3 Millionen Euro. Zugleich wuchs auch die Kundenzahl, während das Lager der Berater leicht schrumpfte.

Die Zuwächse erzielte der Konzern laut Pressemitteilung vor allem in den Beratungsfeldern, die er in den vergangenen Jahren strategisch auf- und ausgebaut hat: in der Sachversicherung, im Vermögensmanagement und in der Immobilienvermittlung. Der Bereich Altersvorsorge bleibt dagegen weiter das Sorgenkind von MLP. Der Finanzdienstleister meldet, dass er hier im Neugeschäft zwar die vermittelte Beitragssumme um rund 13 Prozent auf 638,2 Millionen Euro (566,7 Mio. Euro) steigern konnte. Allerdings gingen die Erlöse um vier Prozent auf 33,7 Millionen Euro zurück. Der Grund für die schwächere Umsatzentwicklung: MLP wandte bei der Bilanzierung zum ersten Mal den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15, der seit Jahresbeginn verpflichtend ist für Unternehmen, die nach den "International Financial Reporting Standards (IFRS) bilanzieren.

Saisonaler Rückgang bei Beratern
In der Immobilienvermittlung dagegen stiegen die Erlöse um satte 44 Prozent auf 4,9 Millionen Euro, in der Sachversicherung um sechs Prozent auf 56,2 Millionen Euro und im Vermögensmanagement um vier Prozent auf 47,5 Millionen Euro. Letztere Zahl sei sogar trotz "deutlich geringerer erfolgsabhängiger Vergütungen ("Performance Fees")" zustande gekommen. Grundlage sei eine sehr positive Entwicklung des Neugeschäfts sowohl bei der Tochter Feri als auch im MLP-Privatkundengeschäft. 

Zum 31. März 2018 betreute die MLP Gruppe 532.100 Familienkunden; die Zahl der hier brutto neu gewonnenen Mandate betrug 4.000 im ersten Quartal (Q1 2017: 4.900). Außerdem betreut die Gruppe 20.200 Firmen- und institutionelle Kunden und damit 400 mehr als am Jahresende 2017. Zum 31. März 2018 waren ferner 1.890 Kundenberater für MLP tätig, und damit 19 weniger als Ende 2017. MLP erklärt das mit einem saisonal üblichen Rückgang, betont aber, dass dieser aufgrund "beschleunigter Beratergewinnung im Hochschulsegment" geringer ausgefallen sei als in den Vorjahren. (jb)