Über eine zu geringe Berücksichtigung in den Medien kann sich M.M.Warburg & Co nicht beklagen, zumindest nicht in jüngerer Zeit. Dazu gab es zu viele Veränderungen bei den Hamburger Edelbankern. Nicht nur die Luxemburger Tochtergesellschaften und die früher eigene Zürcher Privatbank wurden verkauft, die Warburg-Banker wollen auch die Vermögensverwaltungssparte der Nord LB übernehmen, zumindest drei Viertel einer dazu eigens gegründeten Holdinggesellschaft.

Außerdem kochte es ganz gewaltig in der Gerüchteküche um das Alster-Institut, das nach wie vor zu 80 Prozent in den Händen der beiden Eigentümerfamilien Warburg und Olearius liegt. Von satten Verlusten und dem Rückgriff auf Reserven im großen Stil war die Rede. Außerdem hatte das Bankhaus bereits im Mai vergangenen Jahres eine Kapitalerhöhung in Höhe von 53 Millionen Euro gemeldet.

Im Interview für die aktuelle Heftausgabe von FONDS professionell betonen Peter Rentrop-Schmid, der dem Partnerkreis der Bank angehört, und Jan-Frederik Belling, Co-Head Asset Management bei M.M.Warburg & Co, dass hinter all den Veränderungen vor allem eines steht: eine strategische Neuausrichtung, mit der man sich aus wohlüberlegten Gründen auf den deutschen Standort konzentrieren wolle.

Die wichtigsten Statements aus dem Interview mit Rentrop-Schmid und Belling lesen Sie in unserer Fotostrecke oben. Das komplette Interview finden angemeldete KLUB-Mitglieder auch hier im E-Magazin. (hh)