Die St.Galler Kantonalbank kauft der Hamburger Bank M.M.Warburg ihr Privatkundengeschäft in der Schweiz ab. Das teilten beide Institute in gleichlautenden Pressemeldungen mit. Demnach wechseln fünf Warburg-Kundenberater zur St.Galler Kantonalbank und betreuen ihre Mandanten künftig aus der Niederlassung der St.Galler Kantonalbank in Zürich. Dies garantiere den Kunden Kontinuität in der Betreuung, heißt es in der Mitteilung.

Die M.M.Warburg Bank (Schweiz) AG wird sich aus dem Geschäft mit klassischen Privatkunden in der Schweiz zurückziehen. Am Standort Zürich bleibe die Warburg-Gruppe mit der Tochtergesellschaft Private Client Partners AG vertreten, die als Family Office größere Vermögen und einige Asset-Management-Mandate betreue.

"Konzentration auf Leistungen für größere Familienvermögen"
"Diese Übernahme passt hinsichtlich Geschäftsmodell, Kundensegment und Zielmärkte vorzüglich in unsere Strategie, das Private-Banking-Geschäft in den Kernmärkten Ostschweiz, Deutschschweiz und Deutschland weiterzuentwickeln", sagte Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung der St.Galler Kantonalbank.

M.M.Warburg-Chef Joachim Olearius betonte, sein Institut sei mit der "Konzentration auf Leistungen für größere Familienvermögen und ausgewählte Asset-Management-Mandate" in Zürich "sehr erfolgreich". Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion soll im ersten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Das Luxemburg-Geschäft steht zum Verkauf
Auch wenn die Warburg-Gruppe in Zürich vertreten bleibt, ist nicht zu verkennen, dass sich die Hamburger Privatbank schrittweise aus Auslandsmärkten zurückzieht. Vor wenigen Tagen hatte FONDS professionell ONLINE exklusiv vermeldet, dass die Bank ihr Luxemburg-Geschäft zum Verkauf gestellt hat – inklusive der dort ansässigen Kapitalverwaltungsgesellschaft. (bm)