Investorenlegende Warren Buffett stellt offenbar die Weichen für seine Nachfolge. Der 87-Jährige bleibt zwar bis auf Weiteres Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Charlie Munger (94). Zuletzt wurden allerdings Greg Abel (55) und Ajit Jain (66) neu ins Board berufen, das damit auf 14 Personen anwächst. Das berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf angelsächsische Medien.

Abel hatte zuvor die Sparte Berkshire Hathaway Energy geleitet und gilt als aussichtsreichster Nachfolger für Buffett. Jain war bislang Leiter des Rückversicherungsgeschäfts. Branchenkenner werten den Aufstieg von Abel und Jain als Beginn einer Reihe von Veränderungen bei Berkshire Hathaway, an deren Ende die Ablösung der Doppelspitze Buffett/Munger stehen könnte.

Böses Ende für Bitcoin
In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC bestätigte Buffet die Veränderungen im Board als ersten Schritt eines langfristigen Nachfolgeplans. Mit seinem Gesundheitszustand habe das nichts zu tun: "Ich fühle mich großartig und liebe, was ich tue. Ich kann es nicht erwarten, morgens ins Büro zu gehen", erklärte er. Sollte ihm wider Erwarten etwas zustoßen, wisse der Berkshire-Verwaltungsrat schon heute, was zu tun sei.

Noch steht Buffett an der Spitze – und hält wie üblich nicht mit seiner Meinung zu kontroversen Investmentthemen hinterm Berg. So ist ihm die Kryptowährung Bitcoin ein Dorn im Auge. "Ich kann fast mit Gewissheit sagen, dass es mit Kryptowährungen ein böses Ende nehmen wird", sagte er im Interview. Auf fallende Kurse will er trotzdem nicht setzen: "Ich habe genug Ärger mit Dingen, bei denen ich mich auskenne. Warum um alles in der Welt sollte ich in etwas investieren, von dem ich keine Ahnung habe?" (fp)