Nach dem Erwerb der österreichischen Institute start:bausparkasse sowie der Immo-Bank im vergangenen Jahr setzt die Bawag PSK nun ihre Expansionspläne für Deutschland um. Nachdem die Bank bereit  Anfang des Jahres erklärt hatte, dass man in Zukunft auch die Direktbankdienstleistungen der österreichischen easygroup-Plattform in Deutschland anbieten möchte, wurde nun bestätigt, dass man die Südwestbank zu 100 Prozent übernehmen will. Diesbezüglich finden zurzeit Gespräche statt. 

Sieben Milliarden Euro Bilanzsumme
Die Südwestbank mit Sitz in Stuttgart ist eine mittelständische regionale Privatbank, die seit 1922 ihr kommerzielles Bankgeschäft in Baden-Württemberg betreibt. Die Bank weist per Ende 2016 eine Bilanzsumme von über sieben Milliarden Euro aus und betreut 100.000 Privat- und Unternehmenskunden. "Mit ihrem Fokus auf Retail-, Corporate- und Private Banking ergänzt sie das Geschäftsmodell der Bawag PSK. ideal. Die Südwestbank eröffnet eine solide Grundlage für Wachstum am deutschen Markt", erklärt die Bawag PSK. Weitere Details zum Verkaufsprozess gibt es derzeit noch nicht. 

Die Bawag PSK mit Sitz in Wien entstand 2005 aus der Fusion der beiden Einzelbanken Bawag und PSK (gegründet 1883) und betreut heute mehr als 2,2 Millionen Privat- und Firmenkunden in ganz Österreich. Sie zählt mit einer Bilanzsumme von 40 Milliarden Euro per Ende 2016 zu den vier größten und gleichzeitig ertragsstärksten beziehungsweise am besten kapitalisierten Banken in Österreich. Das Institut ist zu 52 Prozent im Eigentum des US-Investors Cerberus Capital Management, 40 Prozent der Anteile werden vom Minderheitsaktionär Golden Tree Asset Management gehalten. (gp)