Der Finanzdienstleister OVB Holding hat keine guten Nachrichten für seine Aktionäre. Die Gesamtvertriebsprovisionen für die ersten neun Monate betrugen 166,3 Millionen Euro, ein Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis ging sogar um 19,7 Prozent auf 7,8 Millionen Euro zurück, wie aus einer Pressemitteilung des Vertriebs hervorgeht. Allerdings stieg die Gesamtzahl der Kunden leicht um 1,9 Prozent auf 3,33 Millionen.

Im Segment Mittel- und Osteuropa, auf das 48,5 Prozent des Umsatzes entfielen, blieben die Gesamtvertriebsprovisionen im Berichtszeitraum laut OVB mit 80,7 Millionen Euro fast auf dem Niveau vom Vorjahr (81,0 Mio. Euro). In Deutschland konnte das in Köln ansässige Unternehmen nur Provisionen von 42,9 Mio. Euro (Vorjahr: 46,3 Mio. Euro) erzielen. Nach dem überaus dynamischen Wachstum der vergangenen Jahre lagen die Gesamtvertriebsprovisionen im Segment Süd- und Westeuropa mit 42,8 Mio. Euro ebenfalls unter dem Vorjahr (43,9 Mio. Euro).

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) war in allen drei regionalen Geschäftsbereichen rückläufig. Vor allem in Süd- und Westeuropa schrumpfte es um 12,9 Prozent auf 5,4 Millionen Euro. In Deutschland ging es um 9,1 Prozent auf 4,4 Millionen Euro zurück. Die OVB-Fürhung bleibt aber dabei: Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet sie "einen Umsatz leicht unter Vorjahresniveau und ein moderat sinkendes operatives Ergebnis", wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. (jb)