Die V-Bank kann für die ersten neun Monate des laufenden Jahres eine positive Bilanz vorlegen. So flossen dem auf die Bereuung von Finanzportfolioverwaltern spezialisiertem Institut in Summe mehr als eine Milliarde Euro an betreutem Kundevermögen neu zu. Die Wertpapiertransaktionen nahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls deutlich zu, wie die Münchner Gesellschaft mitteilt.

Damit konnte die V-Bank im dritten Quartal operativ wachsen. Denn die Mittelzuflüsse glichen Performanceverluste des betreuten Vermögens in Höhe von rund 600 Millionen Euro mehr als aus. Damit betrug das in den Kundendepots liegende Kapital Ende September rund 18 Milliarden Euro – ein Plus von 500 Millionen im Vergleich zum Jahresbegin. 

Trotz Gegenwind im Vorwärtsgang
"Unsere Geschäftspartner konnten sich der negativen Entwicklung an wichtigen Märkten in der Mehrzahl nicht ganz entziehen", erklärt Vorstandssprecher Jens Hagemann. "Trotz des Gegenwinds befinden wir uns weiter im Vorwärtsgang." Bei der Anzahl der Wertpapiertransaktionen lag die Bank der Vermögensverwalter nach neun Monaten um gut neun Prozent über dem Vorjahreswert.

Ferner verwaltete das Münchner Institut Ende September 24.700 Kundendepots, ein Plus von 1.000 seit dem 1. Januar. Im Vermögensverwaltergeschäft standen dahinter 356 Gesellschaften sowie 35 Single Family Offices, die aktuell das Spezialinstitut als Depotbank nutzen. 2018 konnten 13 neue Vermögensverwalter als Geschäftspartner gewonnen werden. Allerdings gab es auch Vertragskündigungen: Aufrgund von Mifid II mussten nach Angaben der Bank alle Kooperationsverträge neu abgeschlossen werden. Inaktive Geschäftsbeziehungen wurden nicht mehr weitergeführt, zudem gaben bislang drei Vermögensverwalter ihre Lizenz zurück. 

Digitalisierung zahlt sich jetzt aus
"Die positive Entwicklung spiegelt sich auf der operativen Ergebnisseite wider", erklärt Hagemann. Nicht zuletzt die Digitalisierungsschritte des vergangenen Jahres zahlten sich nun aus. So habe man das Verhältnis von Kosten und Erträge (Cost Income Ratio) von 79 Prozent zum Jahresende 2017 auf 74 Prozent zu Ende September verbessert. 

Letztlich entscheidend für das Jahresergebnis werde aber die Entwicklung der Wertpapiertransaktionen im vierten Quartal sein. "Wir müssen die Entwicklung bis zum Jahresende abwarten", so Hagemann. Niemand könne wirklich einschätzen, welche Auswirkungen die Wahlen in den USA, der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Brexit-Verhandlungen oder die Haushaltspolitik der italienischen Staatsregierung auf die Märkte entfalten. (jb)