Die Zahl der automatischen Vermögensverwaltungen in Deutschland wird weiter steigen. Zu den rund 22 Anbietern, die FONDS professionell ONLINE kürzlich zählte, soll sich im kommenden Jahr ein weiterer Robo-Berater der Commerzbank gesellen – auch wenn diese über ihre Direktbanktochter Comdirect bereits den Robo "Comivest" anbietet. Entsprechende Pläne enthüllte Michael Kohl, Direktor und Bereichsleiter Produktmanagement Vermögensverwaltung bei der Commerzbank, nun in einem Gespräch mit der Börsen-Zeitung (BöZ).

"Wir werden nicht rein quantitativ da hineingehen", teilte er der BöZ mit. Damit grenzte er den neuen Robo-Berater, mit dem die Bank vor allem den Sparkassen und den genossenschaftlich organisierten Instituten Konkurrenz machen möchte, vom bestehenden Angebot der Direktbanktochter ab, das mit einem Algorithmus arbeitet. Ein Unterschied zwischen beiden Angeboten ist auch die Mindestanlage: Bei Cominvest sind es 3.500 Euro – bei dem neuen Robo sollen es bis zu 10.000 Euro sein.

Aus der immer noch zweitgrößten Bank Deutschlands kam noch eine weitere Nachricht:  Die Commerzbank wird ihr Ratenkredit-Geschäft ab sofort alleine betreiben und beendet daher nach 16 Jahren das entsprechende Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Großbank BNP Paribas. Rund 300.000 Kundenverträge mit einem Kreditportfolio von insgesamt 3,5 Milliarden Euro gehen auf die Commerzbank über. Auch 150 Mitarbeiter wechseln zu ihr. BNP Paribas kündigte wiederum an, diesen Geschäftsbereich unter Marke "Consors Finanz" weiterführen zu wollen. (jb)