Die Sparda-Bank Münster und die Sparda-Bank West wollen fusionieren. Nachdem die Aufsichtsräte der beiden Banken aus Nordrhein-Westfalen grünes Licht gegeben haben, werden die Institute ihre bereits begonnenen Gespräche fortsetzen. Die ordentlichen Vertreterversammlungen der beide Institute sollen dann im kommenden Juni abschließend über die Fusion entscheiden. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung hervor.

Der Grund für den Zusammenschluss sind die anhaltende Niedrigzinsphase und die zunehmende Regulierung: Nur größere Banken seien hier noch überlebensfähig, schreiben die Finanzintitute. Mit einer Fusion glauben beide, die strategisch notwendige Größe zu erreichen.

Das unter dem Namen "Sparda-Bank West" firmierende neue Haus wird nach eigenen Angaben mit einer Bilanzsumme von rund 11,3 Milliarden Euro die Nummer Zwei der Sparda-Banken und die viertgrößte Genossenschaftsbank in Deutschland werden. Sie wird ferner über rund 1.000 Mitarbeiter, 85 Filialen und über 727.000 Kunden haben.

Keine Kündigungen
Entlassungen soll es im Rahmen der Fusion nicht geben: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in beiden Banken das wichtigste Kapital. Gemeinsam mit ihnen füllen wir die genossenschaftliche Idee mit Leben und wollen uns noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Denn deren Bedarf an guter und fairer Beratung hat erheblich zugenommen", sagt Silke Schneider-Wild,  Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Münster.

Sitz der fusionierten Bank wird Düsseldorf werden, Münster soll als Zweigniederlassung ein weiterer Hauptstandort sein. Auch das künftige Vorstandsteam steht wohl schon: Manfred Stevermann, Chef der Sparda-Bank West, wird den Vorsitz übernehmen, Andreas Lösing wird erster Stellvertreter, Schneider-Wild zweite Stellvertreterin. Michael Dröge und Dominik Schlarmann komplettieren den Vorstand. Martin Dietz und Hermann-Josef Simonis werden Generalbevollmächtigte in der neuen Bank. (jb)