Die UBS erhebt Negativzinsen auf die Guthaben vermögender Kunden. Die offiziell "Guthabengebühr" genannte Abgabe trifft kurzfristige Einlagen von Klienten der Vermögensverwaltung. Allerdings nur, wenn sie höher sind als eine Million Euro. Dies berichten mehrere Medien, unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Schweizer Großbank wolle ihre Kunden auf diese Weise dazu zwingen, das Geld in andere Anlagen zu stecken, etwa in Fonds und Aktien. Retailkunden sind der FAZ zufolge nicht betroffen.

Mit einer Million Euro liegt die Guthabengrenze, von der an Strafzinsen fällig werden, bei der UBS deutlich höher als bei vielen deutschen Geldinstituten. Hierzulande hält etwa die Hamburger Volksbank ab einem Betrag von 500.000 Euro die Hand auf. Der Online-Broker Flatex kennt quasi gar keine Grenze: Schon ab einem Betrag von einem Euro fallen  0,4 Prozent Strafzinsen an.

Bank rechnet  mit Mittelabflüssen
Die Schweizer Großbank ist bekannt dafür, dass sie eine zahlungskräftige Klientel hat. Daher dürfte auch eine Reihe an Anlegern betroffen sein. Die Bank geht davon aus, dass Kunden verärgert sind und ihr Geld zu anderen Instituten tragen. Der FAZ zufolge rechnet die UBS mit Abflüssen von rund drei Milliarden Euro. (jb)