Die in der Vermögensverwaltung der Quirin Bank verwalteten Kundengelder sind in den vergangenen zwölf Monaten um 500 Millionen Euro gestiegen und liegen damit aktuell erstmals bei über zwei Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum inklusive Kursgewinnen von etwas mehr als 30 Prozent innerhalb des letzten Jahres.

Der Grund für diese Entwicklung ist das überdurchschnittliche Wachstum durch eine Vielzahl an Neukunden sowie durch Aufstockungen von Bestandskunden, wie das auf Honorarberatung spezialisierte Berliner Institut meldet. Auf die hauseigene Online-Vermögensverwaltung Quirion entfallen dabei nach aktuellen Schätzungen des Branchendienstes "Techfluence" rund 55 Millionen Euro.

Das Kundengeld ist dabei zu einem großen Teil in passiven, kostengünstigen Indexfonds investiert. Die Berliner Bank verzichtet nach eigenen Angaben auf aktives Management und den damit verbundenen Versuch, den Markt schlagen zu wollen. Sie setzt in den Kundenportfolios vielmehr auf drei Anlagebausteine: "Markt, Meinung und Wissen".  

1,25 Milliarden Euro in Indexfonds
Die Basis des Portfolios bildet der "Marktbaustein". Von den in der Vermögensverwaltung betreuten zwei Milliarden Euro entfällt der größte Teil,  knapp 1,25 Milliarden Euro, auf diesen Baustein. Mit dem Marktbaustein partizipieren Anleger über Indexfonds am Wachstum von 10.000 Unternehmen weltweit.

Weitere 600 Millionen Euro werden im "Wissensbaustein" verwaltet. Dieser bietet Anlegern die Möglichkeit, in ein Portfolio von Anlagen zu investieren, deren Erträge weitgehend unabhängig von den internationalen Aktien- und Anleihemärkten sind. Beispiele hierfür sind Immobilien, Mikrofinanz-Anlagen oder versicherungsnahe Anleihen, sogenannte Cat-Bonds. Im Baustein "Meinung" können Anleger persönliche Einschätzungen und Präferenzen in die Investitionsstrategie einfließen lassen. Hier werden derzeit rund 150 Millionen Euro betreut. (jb)