Das Züricher Finanzinstitut Vontobel will sich schlanker aufstellen. Den Standort im Fürstentum Liechtenstein samt der dortigen Plattform verkaufen die Schweizer daher an die Kaiser Partner Privatbank aus Vaduz, teilte Vontobel mit. Im Zuge der Transaktion übernimmt Kaiser Partner die Mitarbeiter und das gesamte Kundenportfolio, in dem per Ende Oktober 1,4 Milliarden Franken verwaltet wurden.

Das verwaltete Vermögen der Kaiser Partner Privatbank steigt damit auf rund vier Milliarden Franken. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Den Abschluss der Transaktion erwarten die Geldhäuser im ersten Quartal von 2018 erwartet, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen.

Deutsche Tochter als Anker für das Europageschäft
Durch den Schritt will Vontobel sein Wealth Management einfacher aufstellen. Die schweizerische und insbesondere die deutsche Plattform reichen für das Geschäft aus. Mit der deutschen Tochtergesellschaft sei man "für den europäischen Marktzugang strategisch richtig aufgestellt", so Zeno Staub, Vorstandschef von Vontobel. Man erwarte sich eine höhere Effizienz und einen positiven Effekt auf die Bruttomarge im Wealth Management.

Vontobel und Kaiser Partner wollen im Wertpapiergeschäft zusammenarbeiten. Das soll "zusätzliche Erträge und Skaleneffekte" bringen, erwartet Vontobel. Fritz Kaiser, Inhaber und Verwaltungsratspräsident von Kaiser Partner meint: "Unsere Bank macht mit dieser Akquisition einen wesentlichen Wachstumsschritt und gewinnt mit Vontobel einen neuen Partner im internationalen Wertpapiergeschäft". (eml)