Paukenschlag-Personalie: Stephan Schinnenburg ist laut eines Bericht des "Manager Magazins" nicht länger Leiter des Maklervertriebes bei der Ergo Versicherung. Der Grund sind Vorwürfe gegen den 2016 verabschiedeten internen Verhaltenskodex zur Behandlung von Mitarbeitern. Die Ergo nahm zu den Vorwüfen auf keine Stellung. Die Trennung von Schinnnenburg bestätigte die Gesellschaft aber auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE: Diese sei einvernehmlich verlaufen, so eine Unternehmenssprecherin.

Schinnenburg soll Mitarbeiter aufgefordert haben, ihm Kollegen zu nennen, die sich entweder negativ über die Vertriebsziele geäußert hätten oder als unterdurchschnittlich erfolgreich aufgefallen seien. Das schreibt das Magazin in einer Online-Vorabveröffentlichung eines Artikel, der in der aktuellen Heftausgabe erscheint. Die benannten Mitarbeiter "wollte Schinnenburg dann sinnbildlich an den Türrahmen nageln und dort so lange hängen lassen, bis sie stinken", schreibt das Magazin unter Berufung auf eidesstattliche Versicherungen von Insidern. Schinnenburg habe Mitarbeiter verbal auch direkt gedroht. Bei einem solchen Gespräch solle er angeblich angekündigt haben, "keine Gefangenen zu machen".

Schinnenburg, der 2014 nach rund vier Jahren als Geschäftsführer des Analysehauses Morgen & Morgen zur Ergo gewechselt war, wollte sich auf Anfrage des Manager-Magazins nicht zu dem Vorgang und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. (jb)